Zwangsräumungen in Spanien

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

400 000 Mieter und Eigentümer von Wohnungen haben seit Ausbruch der Krise einen Räumungsbefehl erhalten. Menschen stürzen sich aus dem Fenster oder hängen sich auf, weil sie die drohende Obdachlosigkeit nicht aushalten können. Wem sein Dach überm Kopf geraubt wird, der muss nach spanischem Recht trotzdem weiter für Kredite und Hypotheken zahlen - für eine Immobilie, die sich inzwischen "seine" Bank geschnappt hat.

 

Das geht so nicht weiter. In Pamplona habn die Klempner beschlossen, für Räumungszwecke keine Wohnungen mehr auzuschliessen. In Mallorca weigern sich Vollziehungsbeamte, die Zangsmassnahmen zu vollstrecken. 1,5 Millionen Unterschriften gegen die Zwangsräumungen wurden spanienweit gesammelt. Der Volkszorn kocht. Jetzt ist es der Rechtsregierung zu heiss geworden. Sie knickt ein. - Oder zumindest tut sie so, als ob, um vielleicht so bald wie möglich die menschenfeindliche Praxis wieder aufzunehmen.

 

Die FAZ registriert derlei Störungen der guten alternativlosen Endzeitordnung der Gechichte aufmerksam; vielleicht auch mit einem scheelen Blick auf ähnliche deutsche Vorkommnisse ( link ) 

 

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/gesetzesinitiative-spanien-will-besseren-schutz-vor-zwangsraeumungen-12071391.html  

Veröffentlicht in Deutschland

Kommentiere diesen Post