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Kuba

Wednesday, 27. march 2013 3 27 /03 /März /2013 11:23

Übernommen von SDAJ München - http://www.sdaj-muenchen.net/?p=3866 :

 

Privatisierung statt Planwirtschaft?! Die Produktivkraft „Mensch“ auf Kuba

(Foto: Martin Abegglen, CC)

(Foto: Martin Abegglen, CC)

[27.03.13]

 

Im sozialistischen Kuba gibt es keine Arbeitslosigkeit. Alle kubanischen Jugendlichen haben nach ihrer Ausbildung bzw. Studium einen Arbeitsplatz in dem von ihnen erlernten Beruf in einem staatlichen Betrieb garantiert. Das könnte sich jetzt ändern – meinen viele bürgerliche und sogar linke Medien in Hinblick auf den letzten Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas. Der beschloss im April 2011 „wirtschaftspolitische Leitlinien“, die unter anderem die „Entlassung“ von insgesamt 1,5 Millionen staatlichen Beschäftigten vorsehen. Damit soll auf die angespannte wirtschaftliche Lage reagiert werden.

 

Es macht also den Anschein, als würde sich die Wirtschaftskrise weltweit ähnlich auswirken. Alle müssen sparen und überall müssen die arbeitenden Menschen die Krise bezahlen. Unter kapitalistischen Wirtschaftsbedingungen ist das tatsächlich so, denn die Arbeitskraft wird hier zu einer Ware. Wenn prinzipiell mehr arbeitsfähige Menschen vorhanden sind, als profitabel eingesetzt werden können, werden eben Beschäftigte entlassen. Daher gibt es in allen kapitalistischen Staaten einen gewissen Prozentsatz von Arbeitslosen – Tendenz meist steigend – was wiederum auf die Löhne der Noch-Beschäftigten drückt!

Das ist jedoch unter sozialistischen Produktionsbedingungen nicht möglich. Eine an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Wirtschaft kann es sich nicht leisten, Arbeitslosigkeit zu tolerieren und die Lebenszeit der Menschen mit unsinnigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu verschwenden. Vielmehr ist ein schnelles Wachstum der Produktivkräfte im Sozialismus von Nöten, um erstens die Grundbedürfnisse der Menschen zu erfüllen und zweitens langfristig die gesamtgesellschaftliche Arbeitszeit zu verringern.

 

Kuba hat heute noch mit den Überbleibseln der industriellen Unterentwicklung aus der Zeit vor der Revolution – Ineffizienz und Importabhängigkeit – zu kämpfen. Dabei verspricht sich die kubanische Regierung eine schnellere Entwicklung der Produktivkräfte von einer partiellen Rückkehr zur Privatwirtschaft. Fakt ist: Bei den bisherigen „Massenentlassungen“ handelt es sich nicht um „Rauswürfe“ im klassischen – soll heißen: kapitalistischen – Sinne. Die ArbeiterInnen stehen danach nicht auf der Straße und werden nicht mit mickrigen „Sozial“-Programmen à la Hartz IV abgespeist. Vielmehr wird ihnen die Möglichkeit gegeben, ein eigenes Gewerbe aufzubauen. Arbeitslos wird auf Kuba – auch nach den Reformen – niemand. Das liegt aber nicht daran, dass die kubanische Regierung einfach nur sozialer oder effizienter bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit agiert, als z.B. die Regierungen bei uns. Die Politik folgt auch im sozialistischen Kuba lediglich den Erfordernissen der ökonomischen Basis. Aber das ist genau der Unterschied: ein Wirtschaftssystem, das sich nach den Bedürfnissen der Mehrheit der Menschen richtet und nicht durch die Profitinteressen einer Minderheit dominiert ist. Im Sozialismus hat einfach niemand ein Interesse an „ungenutzter Arbeitskraft“.

 

Simon, Berlin (Dieser Artikel erschien in POSITION #2/2013)

von Sepp Aigner - veröffentlicht in: Kuba - Community: Kritische Massen
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Wednesday, 20. february 2013 3 20 /02 /Feb. /2013 19:05

Yoani Sanchez ist meine Lieblings-Kubanerin. Allenfalls die Damen in Weiss schätze ich noch in ähnlicher Weise. Die CIA-Dame macht jetzt Weltreise. Ihre bisherigen Verdienste habe ich in diesem Blog schon öfter gewürdigt, z. B. hier: http://kritische-massen.over-blog.de/article-31311459.html .

 

RedGlobe würdigt auch - http://www.redglobe.de/amerika/brasilien/5802-eine-bloggerin-auf-weltreise :

 

Eine Bloggerin auf Weltreise

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Mittwoch, den 20. Februar 2013

 

Protest gegen Yoani Sánchez in Brasilien

Protest gegen Yoani Sánchez in Brasilien

 

Yoani Sánchez ist auf Welttournee. Die in Havanna wohnhafte Dame mit dem in 20 Sprachen übersetzten Internetblog, »die international deutlich bekannter ist als in Kuba« (taz am Mittwoch), beehrt seit Sonntag Ankündigungen zufolge Brasilien, Peru, Tschechien. Spanien, die Niederlande, die Schweiz – wo sie zwischen 2002 und 2004 lebte, bevor sie freiwillig nach Kuba zurückging –, Italien, die USA und wohl auch Deutschland. An ihrer ersten Station im brasilianischen Recife wurde sie von Mitgliedern des Sozialistischen Jugendverbandes UJS gleich mit Protesten begrüßt. Das war »der lange der Arm der Regierungspropaganda« (taz), während der Regionalabgeordnete Álvaro Gomes von der Kommunistischen Partei PCdoB Frau Sánchez zu einer Persona non grata »für die Demokraten und Revolutionäre« erklärte. Bestätigt fühlen kann er sich durch die ersten Auftritte von Frau Sánchez, die hierzulande ja auch von manchen »Linken« hofiert wird. So weigerte sie sich am Dienstag (Ortszeit) bei einer Diskussionsveranstaltung in Feira de Santana im Bundesstaat Bahia auch auf Nachfrage, etwa gegen die Blockade Kubas durch die USA Stellung zu nehmen.

 

Statt dessen erklärte sie, Brasilien sei ein »Modell für Kuba«. Der Riesenstaat gehört nach UN-Angaben mit Guatemala, Honduras und Kolumbien zu den vier Staaten Lateinamerikas mit der größten sozialen Ungleichheit. Auch beim Anteil der Armen an der Gesamtbevölkerung liegt Brasilien mit Honduras, Paraguay, Bolivien, Kolumbien und Mexiko in der traurigen Spitzengruppe. Angaben der Nachrichtenagentur Agência Brasil leben noch 6,5 Millionen Brasilianer in extremer Armut, auch wenn die Regierung in den vergangenen Jahren Erfolge bei der Bekämpfung der Armut zu verzeichnen hat. Aber was kümmern Frau Sánchez schon die Armen? Sie hat ihre Sponsoren. Oder glaubt jemand, Yoani würde ihre Weltreise aus eigener Tasche bezahlen?

Tatsächlich ein Modell sein könnte Brasilien jedoch im Umgang mit Kuba, zum Beispiel für Washington oder auch Berlin. So besuchte Präsidentin Dilma Rousseff im vergangenen Jahr die Insel und traf sich dabei auch mit Comandante Fidel Castro. Im Januar war dann ihr Amtsvorgänger Lula da Silva in Havanna Hauptredner bei einer internationalen Konferenz für eine gerechtere Welt. Doch das meint Sánchez wohl nicht.

von Sepp Aigner - veröffentlicht in: Kuba - Community: Kritische Massen
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Saturday, 2. february 2013 6 02 /02 /Feb. /2013 20:30

In Zusammenarbeit mit Brasilien baut Kuba einen neuen grossen Hafen, an den sich ein Industriegebiet schliessen soll. Das Projekt wird die erste Sonderwirtschaftszone, die nach den Reformbeschlüssen verwirklicht wird.

 

Naheres dazu hier:

 

http://www.granma.cu/aleman/kuba/31-enero-raul-lula.html

von Sepp Aigner - veröffentlicht in: Kuba - Community: Kritische Massen
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Friday, 25. january 2013 5 25 /01 /Jan. /2013 10:47

Traditionell leistet die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend praktische Solidaritätsarbeit in Kuba. Im Sommer fliegt wieder eine Brigade nach Havanna. Zu den Teilnahmemöglichkeiten gibt es hier ein paar Infos:

 

 http://www.jungewelt.de/2013/01-25/062.php

von Sepp Aigner - veröffentlicht in: Kuba - Community: Kritische Massen
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Tuesday, 22. january 2013 2 22 /01 /Jan. /2013 20:17

Wenn im Westen von "Entwicklungshilfe" gesprochen wird, handelt es sich zumeist um die zivile Durchdringung von abhängigen Staaten mit hochbezahlten "N"GO-Mitarbeitern. Staatliche "Entwicklungshilfe" dient mindestens zum Teil dem Sponsoring irgendwelcher Machthaber, die bestochen werden, damit sie "ihr" Land dem imperialistischen Einfluss öffnen. Dafür werden grosszügig Milliarden eingesetzt. Nicht so, wenn Kuba hilft. Das medizinische Personal in Haiti zum Beispiel teilt die kärglichen Lebensumstände der Normalbevölkerung und wird nach kubanischen Massstäben bezahlt. Würde man die Geldsummen, die z.B. die USA "für" Haiti aufwendet, mit den kubanischen vergleichen, käme man vermutlich auf ein Verhältnis in der Grössenordnung von 100 : 1. Vergleicht man aber den Nutzen für die haitianische Bevölkerung, ist das Verhältnis umgekehrt. 

 

Hier eine Zusammenfassung der kubanischenmedizinischen Hilfe für das Jahr 2012:

 

http://www.granma.cu/aleman/unser-amerika/21ener-haiti.html

von Sepp Aigner - veröffentlicht in: Kuba - Community: Kritische Massen
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