Friday, 5. april 2013
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/2013 13:05
Herablassend spöttisch schreibt ein FAZ-Schreiberling über Transnistrien als einem Staat, in dem noch viel Sowjetisches erhalten ist. Ein paar Seitenhiebe auf die
sowjetischen Zeiten, die Stichworte Gulag und angeblich schlechte Versorgung, sind pflichtbewusst eingebaut. Ach, und so beschaulich und unspektakulär ist alles in diesem Tiraspol, der
Hauptstadt. Man kann das Geschreibsel auch so lesen: Es gab eine Zeit, in der 300 Millionen Menschen einfach, aber auskömmlich, ohne tagtägliche Hetze und Zukunftssorge lebten. In der
Sowjetunion.
http://www.faz.net/aktuell/transnistrien-und-an-jeder-ecke-gruesst-genosse-lenin-12135054.html
von Sepp Aigner
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Tuesday, 26. march 2013
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/2013 15:57
Ausländische sogenannte NGOs müssen sich nach einem neuen russischen Gesetz registrieren lassen. Als NGOs bezeichnen sich dabei auch so "staatsferne"
Institutionen wie die deutsche Konrad-Adenauer-Stftung und die Stiftungen der übrigen deutschen bürgerlichen Parteien. Ihr Job ist eindeutig die Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten
- nicht nur in Russland, sondern übrall, wo sie tätig sind - im Interesse der deutschen Aussen- und Machtpolitik. Sie sind z. B. auch in Lateinamerika eine Stütze der dortigen politischen
Rechten und funktionieren als Diversionszentralen gegen linke Regierungen und Bewegungen, in Arbeitsteilung mit den Geheimdiensten. Den letzten Putsch in Honduras hat z. B. die
Friedrich-Naumann-Stiftung der FDP mit organisiert und nachher mitgeholfen, dem Putsch-Regime "internationale Anerkennung" zu verschaffen.
Diesen NGOs, die ihren eigentlichen Job oft hinter wohlklingenden "humanitären" Titeln verbergen, will die russische Regierung den Handlungsspielraum ein wenig
einschränken. Darüber erhebt die deutsche Politikaster-Szene jetzt ein lautstarkes Geheul und lamentiert über Repression. (Man stelle sich nur einen Augenblick vor, z. B. Russland würde in
Deutschland ähnlich systematisch "NGOs" unterhalten, die sich in russischem Interesse in die deutsche Innenpolitik einmischen !).
Die FAZ heult ein wenig mit - aber nicht zu laut, weil man die Lautstärke des Geheuls mit den wirtschaftlichen Interessen in den Beziehungen mit Russland
korrelieren muss:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/agentengesetz-razzien-bei-deutschen-stiftungen-in-russland-12128666.html
von Sepp Aigner
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Wednesday, 17. october 2012
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/2012 10:41
Während sich manche Linke Europa als eine Gegend denken, in der die Nationalstaaten ein auslaufender Posten sind, läuft der Machtpoker zwischen ihnen wie immer.
Komplizierte diplomatische Manöver, zeitweilige taktische Koalitionen, moraltriefende Erklärungen fürs Publikum und Verschwörungen in den Hinterzimmern der Macht sind die Ingredienzien. Die
Machthaber wissen nichts von einem Sozialismus des 21. Jahrhunderts, aber sehr viel vom Byzantinismus des 21. Jahrhunderts. Am Beispiel Moldawiens und Transnistriens zeigt David Noack diese
Spielchen, bei denen der Einsatz die Völker sind, in ihrer ganzen verwirrenden Kompliziertheit auf:
http://davidnoack.net/v2/2012/10/transnistrien-im-fokus-der-grosmachte/
von Sepp Aigner
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Monday, 15. october 2012
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/2012 16:11
Litauen gilt als Muster für die erfolgreiche deutsche Disziplinierungspolitik in der EU. Nach einem Boom auf Pump ist das Land 2008 wirtschaftlich abgestürzt. Der
Rückgang betrug nach Angaben in den bürgerlichen Medien 15 %. Die deutsch-übliche Verarmungspolitik bewirkte einen einschneidenden Rückgang des Lebensstandards der Arbeitenden, der
ohnehin schon niedrig war. Viele Menschen wandern mangels Existenzchancen aus. Für 2011 wird ein "Wachstum" von 5,8 Prozent behauptet, von dem aber die normalen Bürger nichts haben. Im
Gegenteil ist dieses "Wachstum" das Ergebnis von Schandlöhnen.
Die deutschlandhörige Rechtsregierung hat im ersten Durchgang der Parlamentswahlen dafür die Quittung erhalten. Sie brach desaströs ein. Die Hauptpartei der
Rechten erhielt nur noch knapp 13 % der Stimmen. Wenn sich der Trend im zweiten Wahlgang fortsetzt, kommt es zu einem Regierungswechsel. Vorne liegt die Arbeitspartei mit gut 22 %, gefolgt von
den Sozialdemokraten mit gut 19 %. Beide Parteien wollen mit einem dritten Koaltionspartner eine Regierung bilden. Sie haben versprochen, den Mindestlohn anzuheben und eine progressive
Einkommenssteuer einzuführen. Ob sie das wirklich tun werden, bleibt abzuwarten. Das würde bedeuten, gegen das deutsche Diktat zu mucken. Die Hälfte der Litauer ist skeptisch, mit
Wahlkreuzchen etwas ändern zu können - sie gingen nicht zur Wahl.
Beim gleichzeitig mit der ersten Runde der Parlamentswahlen stattfindenden Referendum über den Bau eines neuen Atomkraftwerks haben sich über 60 %
gegen einen solchen Bau ausgesprochen.
Im ersten Durchgang der Parlamentswahlen wurden Parteilisten gewählt. In der zweiten Runde wird über die Direktkandidaten abgestimmt.
Das Wahlergebnis liegt im selben Trend wie die tschechischen Regionalwahlen, bei denen die rechten "Haushaltssanierer" und Verarmungspolitiker ebenfalls einen
Einbruch erlitten.
von Sepp Aigner
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Tuesday, 9. october 2012
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/2012 10:23
von Sepp Aigner
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