Krise: Ende der Zwischenerholung

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Die Woche geht mit einem Rückgang der Börsenkurse zu Ende. Der deutsche DAX verzeichnte - 0,9 %, der US-DOW - 0.5 %, der britische FTSE gut - 1 %, der französische CAC - 1,67 %, Madrid - 2,53 %, der italienische MIB - 3,57 %. Auch die neuesten Zahlen vom Arbeitsmarkt in den USA weisen darauf hin, dass es abwärts geht. Die FAZ schreibt heute: "So stieg die Arbeitslosenquote auf 9,2 Prozent nach 9,1 Prozent. Zudem hat der Amerikaner weniger Geld in der Tasche. Die Stagnation der Stundenlöhne im Vergleich zum Vormonat bedeute angesichts einer Inflationsrate von derzeit 3,6 Prozent sinkende Reallöhne ..." (http://www.faz.net/artikel/S31163/marktbericht-schwacher-arbeitsmarkt-leichtere-boersen-30459109.html ) (Die Arbeitsmarktdaten in den USA sind ähnlich "geschönt wie in Europa. In Wirklichkeit liegt die Zahl der Arbeitslosen beim Doppelten des angegebenen Prozentsatzes.)

 

Die kleine Erholungsphase im Verlauf der Weltwirtschaftskrise, die in Deutschland am ausgeprägtesten war, geht zu Ende. Hier einige anschauliche Grafiken bei Gärtners Blog über die Lage in den USA:

 

http://blog.markusgaertner.com/2011/07/09/mit-der-fed-im-konjunktur-kino/

 

Aus ihnen geht hervor, dass in den USA die nominale wirtschaftliche Erholung im wesentlichen auf der staatlichen "Geldschöpfung" beruht hat (S. Grafik Real GDP Growth ). Diese gigantischen Luftbuchungen haben zwar bisher das Zerreissen des Kreditnetzes verhindert, aber um den Preis der Zerrüttung der Währung. Das sozusagen künstlich mittels der Aufblähung des Geldvolumens induzierte BIP-Wachstum geht jetzt nach sieben Quartalen zu Ende. Das Wachstum der Industrieproduktion kam in den besten Monaten nicht viel über  1 % hinaus und lag in den meisten Monaten darunter. Der Rückgang auf dem ersten Höhepunkt der Krise wurde bei weitem nicht kompensiert. Über den Zeitraum von 2008 bis 2. Quartal 2011 gerechnet, ist die Industrieproduktion, insgesamt gerchnet, nun seit dreieinhalb Jahren rückläufig. Ein neuer Einbruch scheint bevorzustehen.Der Verbrauch stagniert bei minimalen Zuwachsraten von um die 0,3 % (s. Real Consumtion), während gleichzeitig die Ersparnisse abnehmen.   

Veröffentlicht in Weltwirtschaftskrise

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