Wanderarbeiter in China: die zweite Generation

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

In China leben noch 700 Millionen Menschen, also mehr als die Hälfte der Bevölkerung, auf dem Land. Aber der Prozess der Verstädterung geht schnell voran. Einerseits verstädtern ehemals ländliche, von der Landwirtschaft dominierte Gebiete. Andererseits wandern Millionen vom Land in die Stadt ab, Die Wanderarbeit stellt eine Übergangsform dar. - Die Wanderarbeiter "stehen noch mit einem Bein im Dorf", aber ihr Auskommen finden sie schon in der Stadt.

 

Mittlerweile gibt es eine zweite Generation Wanderarbeiter. Sie unterscheidet sich in vieler Hinsicht von der ersten. Ihre soziale Lage ist differenziert. Ihr Bildungsstand ist höher, mehr Menschen sind in soziale Sicherungssysteme einbezogen, aber die Löhne haben sich für viele im Vergleich zur ersten Generation erniedrigt. Die jungen Wanderarbeiter sind zum überwiegenden Teil bei ausländischen Konzernniederlassungen beschäftigt. Der soziale Sprengstoff, den ihre schlechte Lage enthält, wird relativiert von Zukunfsthoffnungen, für die sie Entbehrungen in Kauf nehmen. Aber ihre "Arbeitgeber" haben kaum ein anderes Interesse an ihnen, als sie maximal auszubeuten.

 

Der chinesische Gewerkschaftsbund hat eine Studie veröffentlicht, in der die aktuelle Entwicklung der Wanderarbeit erfasst ist. Hier ein Artikel bei german.china.org über die Ergebnisse:

 

http://german.china.org.cn/fokus/2011-02/22/content_21978343.htm

 

 

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