Deutsche, wir sind Papst. Und jetzt auch noch Grossinquisitor.

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

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Gerhard Oberkofler: Wir sind Inquisition !

Nach der Wahl des Theologen Joseph Ratzinger zum Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche haben die deutschen Leitmedien gejubelt: "Wir sind Papst!" Jetzt dürfen dieselben Medien des wieder triumphierenden Herrenvolkes nochmals jubeln: "Wir sind Inquisition!".

Der frühere deutsche Theologieprofessor Ratzinger hat als Papst Benedikt XVI. seinen Kollegen Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. Als solcher hat Bischof Müller in Rom über die Reinheit der römisch-katholischen Lehre zu wachen. An einer solchen Aufgabe mag für Nichtkatholiken zuerst nichts auszusetzen sein, wer römisch-katholisch ist, sollte sich der Vorgabe aus Rom, was denn nun rein katholisch ist, in Demut beugen. Das ist die anerkannte Lehre.


Bild: Wappen der spanischen Inquisition; (c) Wikipedia


Bischof Müller hat sich für diese Funktion, abgesehen von wahrscheinlich auch kirchenintern eher nicht gelesenen dogmatischen Schriften, am Deutschen Katholikentag, der im Mai in Mannheim unter dem Motto "Gott bricht zu uns auf" abgefeiert worden ist, offenkundig durch seine saloppe Einschätzung katholisch kirchlicher Reformgruppen wie "Wir sind Kirche" qualifiziert. Diese seien, so Bischof Müller, "parasitäre Existenzformen".

In den 1920er und 1930er Jahren haben die deutschen imperialistischen Kräfte führende evangelische und römisch-katholische Religionsvertreter mit erkennbarem Erfolg für ihre Interessen instrumentalisiert. Der Vatikan war in diesen Jahren ein wichtiger Verbündeter vor allem in Richtung der Eroberungskriege im Osten. In der Gegenwart ist Deutschland durch seine herrschenden Eliten wieder ein Krieg führendes und weltweit Kriege, seien es militärische oder wirtschaftliche, planendes Land. Was zählt, sind allein die Maximalprofite, an einer menschlichen Welt besteht kein Interesse. Mit Deutschland als Motor kämpfen die imperialistischen Kräfte Europas auf Kosten der Milliarden von Armen und Unterdrückten in der Welt um die territoriale, wirtschaftliche, militärische und ideologische Machtaufteilung. Für die deutschen Eliten ist es von Nutzen, wenn nicht nur der Papst, sondern auch noch der Großinquisitor ein direkt ansprechbarer Verbündeter ihrer Herrschaftsansprüche ist. Millionen Menschen aber, die mit der katholischen Kirche in großen Teilen der Welt Hoffnungen auf ihre Befreiung aus der Verelendung verbinden, können nur noch verzweifeln. Der Papst und sein oberster Religionspolizist müssen sich in der Wahrnehmung dieser gläubigen Menschen als Garanten der weltanschaulichen Despotie des Imperialismus deutscher Prägung widerspiegeln.

Veröffentlicht in Gegen Rechts

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almabu 07/07/2012 17:51


Ist "der Neue" denn auch im "Opus Dei"?
Das muss man doch neuerdings um im Vatikan Karriere zu machen...

Sepp Aigner 07/07/2012 18:10



Keine Ahnung. Aber ideologisch gehört er in diese Ecke.