Fidel Castro: "Israel wird nichts als Erster angreifen"

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

 

Vor einigen Wochen hielt Fidel einen baldigen Kriegsbeginn gegen den Iran noch fuer nicht mehr abwendbar. Er meinte sogar, den Termin zu wissen und nannte diesen oeffentlich. Letzteres basierte allerdings auf einer Fehlinformation (einer fehlenden Information, die ein Mitarbeiter des kubanischen Aussenministeriums buchstaeblich verpennt hatte). Inzwischen beurteilt Fidel die Lage anders:

 

Israel wird nicht als Erster angreifen

 

(Entnommen aus CubaDebate)

 

Die ehemaligen CIA-Agenten Phil Giraldi und Larry Johnson; W. Patrick Lang, von den Spezialkräften des Nachrichtendienstes der Verteidigung; Ray McGovern, vom Nachrichtendienst der Kriegsflotte und der CIA, und andere ehemalige hohe Offiziere mit vielen Dienstjahren haben Recht, wenn sie Obama warnen, dass der Premierminister Israels einen Überraschungsangriff geplant hat, mit der Idee, die Vereinigten Staaten zum Krieg gegen den Iran zu zwingen.

 

Aber mit der Resolution 1929 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen hat Israel erreicht, dass sich die Vereinigten Staaten verpflichten als Erster anzugreifen.

Danach würde es Netanyahu nicht wagen, es als Erster zu tun, da er mit einer derartigen Aktion alle Nuklearmächte gegen sich hätte und er ist nicht dumm.

 

Zusammen haben die Feinde des Iran eine absurde Lage geschaffen. Obama bliebe keine andere Alternative, als den Tod von Hunderten Millionen unschuldiger Menschen anzuordnen, und die Besatzungen seiner Kriegsschiffe in der Nähe des Iran wären die Ersten, die sterben würden, und er ist kein Mörder.

 

Das denke ich ohne Furcht, mich zu irren.

 

Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre, dass jemand einen unheilvollen Fehler begeht, mit dem die Ereignisse überstürzt werden, bevor die Frist des Sicherheitsrats für die Inspektion des ersten iranischen Schiffes abläuft.

 

Aber es gibt keinen Grund, so pessimistisch zu sein.

Fidel Castro Ruz
10. August 2010
19:30 Uhr

 

 

Ich hoffe, dass Fidel diesmal recht hat. Gewoehnlich kann man sich auf seine Einschaetzungen verlassen. Worauf man sich bei immer immer verlassen kann, dass er schreibt, was er meint und man nicht "zwischen den Zeilen lesen" muss, ob das Geschriebene nicht vielleicht eine ganz andere, womoeglich entgegengesetzte Botschaft enthaelt, wie das bei westlichen Politikern "normal" ist, die zum Beispiel von Frieden sprechen, wenn sie Krieg meinen. Die "Termin-Ansage" fuer den Krieg zeigt allerdings, dass auch fuer ihn irren menschlich ist.

 

 

 

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