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In dem hier gespiegelten Text bei The American Dream ging es um mögliche Motive eines USamerikanischen Angriffs auf China: http://kritische-massen.over-blog.de/article-usa-china-40-grunde-fur-krieg-75356150.html .
Auf den seltsamen Zufall, dass die USA ankündigen, Hackerangriffe künftig als Kriegsgrund zu betrachten, und Google einen Tag später eben einen solchen Angriff - natürlich angeblich aus China kommend - beklagt, habe ich in diesem Blogeintrag hingewiesen: http://kritische-massen.over-blog.de/article-internetkrieg-75506756.html . Die US-Regierung hat Google inzwischen ihre "Unterstützung" zugesagt und lässt die Angegelegenheit offiziell untersuchen.
Vielleicht nur inszenierte oder einfach erfundene Affären wie die dieses angeblichen chinesischen Hackerangriffs sind Provokationsspielchen. Wenn die USA und ihre sauberen Freunde in Westeuropa ein Land aufs Korn nehmen, werden ganze Serien solcher Spielchen gemacht, und Spielchen für Spielchen setzt sich für die Bürger dieser Staaten, denen ein neuer Krieg plauslibel gemacht werden soll, ein Bild zusammen von angeblicher Bedrohung und der "Notwendigkeit" deren Abwehr. Das ist ein Drehbuch, das inzwischen so oft den immer neuen Folgen der imperialistischen Horror.Fictions zugrunde gelegt wurde, dass von Fall zu Fall immer Menschen diese Lügengebäude durchschauen.
Die Hackerstory ist nur die neueste von vielen, die mit dem selben Ziel aufgegriffen oder von den USA selbst in Szene gesetzt werden. Da gibt es "weiche" Themen, wie die über schrecklich unter Verfolgung leidende geniale Künstler, die mit entsprechenden Preisen bedacht werden müssen; den Dalai Lama, der witzigerweise als gütiger Weiser aufbereitet wird; die geschundenen nationalen Minderheiten, deren Exil-Repräsentanten ihre Büros zufällig in Washington haben; die streng religiöse CIA-Abteilung Falun Gong; usw. usf. . Selbstverständlich werden die USA für keine dieser Stories einen Krieg riskieren. Die "eingeweihten Kreise" wissen schliesslich selbst am besten, was an ihnen dran ist, und vor allem was nicht. Es geht hier nur um die Erzeugung des gewünschten Bildes, um Stichelei und Bedrängung, um Versuche, China in eine Position der permanenten Verteidigung gegen die äussere Einmischung zu bringen, "unverhältnismässige" angstgesteuerte Reaktionen zu provozieren und damit neues Material für weitere Propagandaangriffe zu erhalten.
Im Unterschied zur Sowjetunion, gegen die diese Spielchen auch schon angewendet worden sind, und die diese nicht sonderlich klug parierte, ist sich die chinesische Führung vollkommen bewusst, wie das funktioniert - und wie es zu parieren ist. Anstatt der sowjetischen Geheimhalterei von Missständen, an denen die imperialistischen Giftmischer ansetzen könnten, enthüllen die chinesischen Medien solche Missstände zunehmend selbst, oft gegen Widerstände im Partei- und Staatsapparat auf der Ebene der Provinzen und lokalen Verwaltungen, wo Bürokraten, die entweder selber "Dreck am Stecken" haben, oder darauf bedacht sind, dass auf "ihr" Zuständigkeitsgebiet kein schlechtes Licht fällt, solche Angelegenheiten lieber "unter der Hand regeln" (oder gar nicht regeln) würden.
Ein jüngstes Beispiel ist ein Vorfall in der inneren Mongelei. Dort gibt es viele Unternehmen, die aus den reichen Kohlevorkommen Profit schlagen wollen und dabei offenbar weithin wenig oder keine Rücksicht auf die ortsansässige Bevölkerung nehmen. Ein Protest endete jetzt mit einem Toten. - Und noch ehe die Westmedien eine Kamapgne über die furchtbar unterdrückten Mongolen aufziehen können, entfacht der Vorfall einen Sturm in der chinesischen Presse selbst und ergreift die Zentralegierung entschiedene Massnahmen. Bei german.china.org.cn liest sich das dann so: http://german.china.org.cn/fokus/2011-06/03/content_22711989.htm .
Unabhängig davon, dass die VR China sich auf der Ebene der Propaganda nicht vorführen lässt wie dereinst die Sowjetunion, bleiben die eingangs erwähnten Kriegsmotive für die USA natürlich bestehen. Das Imperium ist im Niedergehen, und umso wilder schlägt es um sich. NIEMAND DARF AUF GLEICHE AUGENHÖHE KOMMEN - das ist dasAlpha und Omega aller US-Aussen- und Kriegspolitik. Je weniger dieser Anspruch wirtschaftlich begründet ist, desto grösser wird die Bedeutung dessen militärischer Absicherung. Während der Propaganda-Alltag von der immer gleichen und immer lächerlicher und empörender werdenden Instrumentalsierung der Menschenrechte für Kriege und Einmischung und der Beweihräucherung von "Freedom&Democracy" a la USA dominiert wird, wird zwischendurch auch mal Tacheles geredet: Muckt bloss nicht auf: Wer muckt, den machen wir fertig.
Die Chinesen wissen, mit wem sie es zu tun haben: Die jüngsten Einlassungen des US-Kriegsministers Gates rezipiert german.china.org.cn so:
Gates warnt China vor "Ende der Sowjetunion"
Gates machte die obigen Bemerkungen, als er am Donnerstag nach Singapur zum Shangri-La Dialog flog. Was die bilateralen Beziehungen zu China betrifft, behauptete Gates zunächst, die USA wollten Chinas Entwicklung nicht eindämmen. "China ist und wird künftig weiter eine globale Macht sein", so der Minister, der Ende des Monats von seinem Amt zurücktreten wird.
Nach einem kurzen Lob für China ging Gates dann zu ernsthaften Themen über. Er sagte, die USA verfolgten aufmerksam, dass China das Ausmaß und die Kampffähigkeit seiner Truppen erhöhen möchte. Bevorzugt entwickelt würden die Fähigkeit eines Internetkrieges und Hightech-Waffen wie Tarnkappenjets und Anti-Satelliten-Waffen.
Zwar ist China dabei, die Modernisierung der Armee enorm zu beschleunigen, aber Gates glaubt ebenso wenig wieder der chinesische Generalstabschef Chen Bingde nicht, dass China bereits fähig sei, die USA in allen Bereichen herauszufordern. "Ich nehme an, dass China eine tiefgreifende Lehre aus der ehemaligen Sowjetunion ziehen kann. Die Chinesen wollen sicher nicht in einen allseitigen Wettbewerb mit uns treten".
Die britische BBC kommentierte, dass Gates Aussage eine Warnung an China sei. Gates wolle China daran erinnern, dass die Russen wegen des Wettrüstens mit den USA ihre Wirtschaft zerstört hätten.
Die BBC hat zudem einen einfachen Vergleich zwischen den Streitkräften beider Länder gemacht. Laut ihren Statistiken verfügt China nur über eine Überlegenheit bezüglich der Anzahl der Soldaten:
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Die USA |
China |
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|
Militärausgaben 2010 |
729 Milliarden US-Dollar |
78 Milliarden US-Dollar |
|
Soldaten |
1,58 Millionen |
2,26 Millionen |
|
Kampfjets |
2379 |
1320 |
|
Tarnkappenjets |
139 |
0 |
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Flugzeugträger |
11 |
0 |
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U-Boot |
71 |
65 |
|
Zerstörer |
57 |
27 |
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Nukleare Gefechtsköpfe |
9400 |
240 |
US-Verteidigungsminister Robert Gates warnte gestern, China solle von der ehemaligen Sowjetunion nicht lernen, einen Rüstungswettbewerb mit den USA zu führen. Sein Land werde das Engagement in Asien nicht verringern.
Quelle: german.china.org.cn
Das Ende der Sowjetunion war nicht zwangsläufig. Das Ende der VR China ist es auch nicht. Es scheint, dass sich die VR China gegenüber der tödlichen Herausforderung gleichzeitig klug und entschieden verhält. Der Wettbewerb der beiden Gesellschaftsordnungen - der kapitalistischen in der Phase ihres Niedergangs und der sozialistischen in ihren allerersten Anfängen - kann nicht durch Aggression und Krieg entschieden werden. Krieg ist nicht die Option für den Sieg der einen Seite, sondern die Option für den Untergang, möglicherweise der ganzen Menschheit. Die USA und ihre imperialistischen Alliierten und Konkurrenten sind weniger denn je die Hoffnung auf Fortschritt und Frieden. Sie sind die Reiter der Apokalypse.
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