Zur aktuellen Lage und zur Geschichte der österreichischen Kommunisten

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

In  diesem Blogeintrag link ging es darum, dass die KPÖ 2013 nicht eigenständig, sondern im Rahmen eines Bündnisses kandidieren will. Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Ob und wie Kommunisten zu Wahlen kandidieren, hängt von den jeweiligen konkreten Umständen ab.

 

Der KPÖ-Bundessprecher Messner wies aber im Zusammenhang mit den Kandidaturabsichten ausdrücklich darauf hin, dass sie nicht im Zusammenhang mit einer Umbenennung der KPÖ stünden ( "Dieses Wahlprojekt, dieses Gemeinsame Dritte, hat nichts zu tun mit einer neuen Linkspartei, einer Umbenennung oder gar Auflösung der KPÖ.“). Dass eine solche Vermutung aufkommen könnte und man sich deshalb vorbeugend dagegen wehren muss, liegt eigentlich nicht nahe.

 

Wenn der KPÖ-Sprecher es trotzdem tut, hat das spezielle Gründe. Sie liegen darin, dass viele österreichische Kommunisten den kommunistischen Charakter der KPÖ anzweifeln. In der Konsequenz eines langen innerparteilichen Kampfes und nach Ausschlüssen und Austritten aus der KPÖ begannen 2003 österreichische Kommunisten, sich ausserhalb der Partei zu organisieren. Andere blieben in der KPÖ, unterwarfen sich aber nicht dem Kurs der Bundesführung; so der Landesverband Steiermark, die  Mehrheit des Kommunistischen Studentenverbands KSV und die Kommunistische Jugend Österreichs KJÖ. 2005 konstituierte sich die Kommunistische Initiative.

 

Im folgenden Text wird die Entwicklung der kommunistischen Partei Österreichs aus der Sicht der KI dargestellt. Resümiert wird die KPÖ-Geschichte seit der Gründung der Partei 1918. Für das Verständnis der Entwicklung seit den 1990er Jahren sind vor allem die letzten Abschnitte des Textes interessant.

 

http://www.kommunisten.at/article.php?story=20081110071908126

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