Frankreich: Nach den Wahlen wird Hollande die sozialdmokratische Sau rauslassen

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Wenige Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten hat Hollande zwei seiner Versprechen bereits gebrochen ( http://kritische-massen.over-blog.de/article-sozialdemokraten-hier-sozialdemokraten-dort-104969148.html ). Jetzt bricht er ein drittes - das des "vorzeitigen" Abzugs der französischen Besatzungstruppen aus Afghanistan 2013. Oder soll man sagen, er halte es auf sozialdemokratische Weise ? Nämlich in dem Fall so:

 

Die "Kampftruppen werden abgezogen". - Aber der "Rest" der Truppen, nämlich die Hälfte, bleibt. Aber doch bloss, um Afghanen dafür auszubilden, dass sie die selbe Sorte Arbeit tun, die bisher die französischen Besatzungstruppen getan haben ... Diese wiederum müssen freilich auch beschützt werden. Dafür braucht es auch Soldaten.

 

Fazit: Geredet wird vom Abzug der Truppen. Die Taten bestehen bestenfalls darin, dass ein Teilabzug vorgenommen wird.

 

Bei seiner heimlichen Reise nach Afghanistan - einer seiner ersten aussenpolitischen Taten - hat Hollande zudem versichert, er stehe treu zur NATO und zu den Zielen der westlichen Besatzungsmächte in Afghanistan. Der "vozzeitige Truppenabzug" werde kompensiert durch andere Formen der Unterstützung.  

 

Dabei ist zu bedenken: Hollande kann noch nicht so, wie er will. Er muss noch darauf Rücksicht nehmen, dass im Juni Parlamentswahlen sind. Dabei sitzt ihm die Linksfront im Nacken. Er muss deshalb noch links blinken und kann noch nicht allzu scharf rechts abbiegen. Nach den Wahlen wird er die sozialdemokratische Sau rauslassen.

Werbung

Veröffentlicht in Frankreich

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
A
<br /> Die Gefahr besteht in der Tat! Aber wenn er einknickt, dann hat er das bisschen Freiraum, dass er sich bei Merkel erkämpft hat, sofort wieder verloren und macht auf Sarkozy II...<br />
Antworten