Kuba: Zivilisation in der Nachbarschaft der Barbarei
Kriminalität als die ganze Gesellschaft durchdringende Massenerscheinung und moralischer Nihilismus sind nicht einfach Produkt von einfachen materiellen Verhältnissen. Das ist in erster Linie eine Frage der Eigentumsverhältnisse, der sozialen Gleichheit/Ungleichheit, die Frage danach, wem die Wirtschaft nützt und wer an der Macht ist. Beispiel: In den USA sind zwei bis drei Millionen Menschen im Gefängnis. Diese sind Universitäten der Kriminalität, wahre Gulags der Ausbeutung von Zwangsarbeitern durch private Konzerne, in denen das Willkürregime der Gefängnisverwaltungen mit dem organisierten Verbrechen verschmilzt. Die Chance für die Insassen, nach ihrer Freilassung ein normales Leben zu führen, sind gering, die "Rückfall"quote ist entsprechend hoch. - All dies in einem Land, in dem es immer noch so viel Reichtum gibt, dass alle gut leben könnten. Beispiel Mexiko: ein wirklich armes Land, dessen Gesellschaft sich immer mehr in Richtung Chaos, Auflösung der sozialen und staatlichen Strukturen, der Integration von Verbrechersyndikaten und Staatsapparat, immer weiter in Richtung Barbarei entwickelt.
Mexiko ist, was die materiellen Verhältnisse der Masse der Menschen betrifft, eher mit Kuba zu vergleichen als die USA es sind, wenn es in Kuba auch keine Slums und keinen Hunger gibt. Ansonsten ist das alltägliche Leben in Kuba so weit von den Verhältnissen in Mexiko und den Elendsregionen der USA entfernt, als läge es auf einem anderen Planeten, obwohl der gesellschaftliche Reichtum dem Mexikos gleicht und weit hinter dem USamerikanischen zurückliegt. Die Kubaner sind aber gebildeter sind als der durchschnittliche Westeuropäer. Kriminalität ist, verglichen mit Mexiko und den USA, eine Randerscheinung. Das soziale Zusammenleben verläuft in zivilisierten Formen. Es gibt keine Furcht vor Bandenterror, korrupten und despotischen Beamten oder willkürlicher Strafjustiz. Wer in Kuba straffällig wird, hat eine gute Chance, nach einem Gefängnisaufenthalt wieder ein normales Leben führen zu können.
Kuba ist das Land mit der grössten Rechtssicherheit des ganzen amerikanischen Kontinents, obwohl das Land arm und beständig das Ziel USamerikanischer Diversion ist:
Kuba ist das sicherste Land der Region
• Erklärungen von Elías Carranza, Direktor des lateinamerikanischen Instituts der Vereinten Nationen zur Kriminalitätsprävention
Dai Liem Lafá Armenteros
Kuba habe große Erfolge bei der Reduzierung der Kriminalität aufzuweisen und das Land sei das sicherste der Region, erklärte gestern Elías Carranza, Direktor des lateinamerikanischen Instituts der Vereinten Nationen zur Kriminalitätsprävention („Instituto Latinoamericano de las Naciones Unidas para la Prevención del Delito y el Tratamiento del Delincuente -ILANUD).
In seinem Vortrag während der Eröffnungsveranstaltung des 4. Internationalen Treffens Justiz und Recht lobte der UNO-Vertreter auch die Leistungen des Landes in den Bereichen Sport, Kultur und Gesundheit sowie die Tatsache, den sozialen Ausschluss beseitigt zu haben, besagt eine Mitteilung der kubanischen Nachrichtenagentur AIN.
Auf das Thema „Kriminalität, Strafjustiz und Gefängnis in Lateinamerika und der Karibik" eingehend, äußerte Carranza, dass Kuba ein Ausnahmefall wäre, da es nicht die ernste Lage in Bezug auf Gewalt und Kriminalität aufweist, die den gegenwärtigen Kontext des Kontinents charakterisiert.
Würde die Blockade aufgehoben werden, die die USA Kuba auferlegt haben, könnten viele Länder in den Nutzen eines fruchtbringenden Erfahrungsaustausches mit den kubanischen Fachleuten im Justizbereich kommen, führte er aus.
Die Situation der Kriminalität und Unsicherheit habe sich in den letzten Jahrzehnten auf dem Kontinent verschlechtert und die Zahl der Toten innerhalb und außerhalb der Gefängnisse sei gestiegen, sagte Carranza.
Inmitten dieses Szenariums verurteilt zu werden – unterstrich er – komme aufgrund des unkontrollierbaren Ausmaßes an Gewalt, der unhygienischen Bedingungen und der Überbelegung in den Gefängnissen der Auferlegung einer zufälligen Todesstrafe gleich.
Er verwies darauf, dass dieses Phänomen nicht ausschließlich Lateinamerika und die Karibik betreffe, sondern charakteristisch sei für die Globalisierung und sich weltweit äußere.
Quelle: http://www.granma.cu/aleman/kuba/24mai-cuba.html
Diese Realität steht in krassem Gegensatz zur imperialistischen Propaganda gegen Kuba. Die gleiche USA, die bei einem Anteil von 7 % an der Weltbevölkerung 28 % der Gefängnisinsassen weltweit stellt, unterstellt Kuba beständig "Verletzungen der Menschenrechte". Während in den USA Tausende zum Tod Verurteilte oft jahrzehntelang eingekerkert sind und an keinem Tag wissen, ob man ihnen am nächsten Tag die Giftspritze gibt, an der sie qualvoll verrecken, ist die Todesstrafe in Kuba praktisch ausgesetzt. - Aber es ist, dieser Propaganda nach, Kuba, das "unmenschlich" ist.
Dass Kuba trotz bescheidener materieller Verhältnisse eine friedliche, funktionierende, vergleichsweise gewaltfreie Gesellschaft ist, liegt an der sozialen Gleichheit, daran dass die Gesellschaft sozialistisch ist, dass das Staatswesen nicht bürgerlich-demokratisch sondern sozialistisch ist, dass nicht einige wenige Grosseigentümer mittels der von ihnen gekauften "politischen Klasse" die Macht ausüben, sondern die kommunistische Partei und frei gewählte Volksorgane. Das ist Zivilisation. Die Barbarei ist weiter im Norden und im Westen - bedrohlich nahe.