100 Jahre Erich Honecker - ein Westkind gratuliert
Die grossen freien demokratischen Medien waren ein wenig einsilbig anlässlich des hundertsten Geburtstages von Erich Honecker. Beredtes Schweigen sozusagen. Dabei wäre das Datum doch eine so schöne Gelegenheit gewesen, den "Unrechtsstaat DDR" noch einmal Revue passieren zu lassen. Das beredte Schweigen könnte damit zu tun haben, dass die Unrechtsstaat-Lüge nicht mehr sonderlich verfängt angesichts an die zehn Millionen Leuten, die in Hartz IV-Verhältnissen leben. Und das soll ja noch nicht das Ende der Flexibilisierung der Arbeitswelt sein. Viele Millionen mehr Menschen haben Angst, sie könnten dahin kommen, wo die "Hartz IVler" schon sind, und diese Angst ist durchaus berechtigt. In der DDR gab es keine Arbeitslosen und auch keine Drecksjobs, von denen man nicht leben konnte. Da heisst es: Besser das Maul halten. Die Leute könnten ja auf die Idee kommen, dass es an der DDR so Manches gab, das sich wieder zu verschaffen das Leben aushaltbarer machen würde. Das wäre aber total gegen die Flexibilisierung der Arbeitswelt und die Sachzwänge.
In der Bloggerwelt ist das Datum verschiedentlich bemerkt worden, nicht nur von Kommunisten. modesty schreibt z. B. das:
http://gedankenerbrechen.wordpress.com/2012/08/24/ein-westkind-gratuliert-100-jahre-erich-honecker/