15.Oktober - die FAZ macht sich ernsthaft Sorgen.

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Die FAZ neigt nicht gerade dazu soziale, Proteste zu befördern. Wenn sie solche wahrzunehmen geruht, geht es um etwas anderes - die Sorge, es könne nicht so weitergehen wie bisher, das bestehende Machtsystem könne in Frage gestellt werden, die Massenakzeptanz der "sozialen Marktwirtschaft", wie der ordinäre Kapitalismus gewöhnlich bei ihr heisst, könne abhanden kommen. Am meisten liegt der FAZ am Herzen, dass das soziale Glacis der paartausend Superreichen, die auf sich allein und allein den staatlichen Machtapparat gestellt ihre Herrschaft schwerlich aufrecht erhalten könnten, abhanden kommen könnte - das, was "Mittelstand" genannt wird. Wenn der Pöbel muckt, ist das in Deutschland zwar selten, aber es ist gewissermassen normal und nicht weiter besorgniserregend, so lange er bloss mault und "protestiert", anstatt sich an den Sturz der Herrschaft zu machen. Aber die Kleinbürger, die man bisher mit ein paar Bröseln der Torte hat bei der Stange halten können - wenn die mucken, ist hohe Alarmstufe.

 

In den Aktionen zum heutigen 15. Oktober sieht die FAZ offenbar Anzeichen, dass in dieser Richtung etwas ins Rutschen gekommen sein könnte. Da kommt Angst auf und ein dicker Leitartikel dabei raus:

 

http://www.faz.net/aktuell/demonstrationen-in-deutschland-angst-vor-dem-untergang-11494323.html

 

 

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