Beispiel Kanada: Demokratische "Mehrheiten"

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

"Nach vier Wahlen innerhalb von sieben Jahren steht Kanada vor einer stabilen Mehrheit der wirtschaftsfreundlichen Konservativen." steht heute in der FAZ, und in allen anderen Mainstream-Medien steht Ähnliches. Tatsache ist: Die "stabile Mehrheit der Konservativen" repräsentiert 24 Prozent der Wahlberechtigten. Mit diesen 24 Prozent nehmen die "Wahlsieger" 54 Prozent der Parlamentssitze ein.

 

Zur Wahl gingen weniger als 60 Prozent. Und das Mehrheitswahlrecht nach britisch/USamerikanischem Vorbild erzeugt weitere Verzerrungen. So war in der Region um Toronto die Konservative Partei klar in der Minderheit, erhielt dort aber alle Mandate, weil die Stimmen gegen sie sich auf drei Konkurrenzparteien aufteilten und nach diesem Wahlrecht unter den Tisch fielen.

 

So ähnlich sieht es mit den "Mehrheiten", mehr oder weniger ausgeprägt, in allen "westlichen Demokratien" aus. Die Regierungen repräsentieren in der Regel nur eine Minderheit der Bürgerinnen und Bürger, die nicht selten nicht grösser als ein Drittel oder ein Viertel ist.

 

Demokratie, nicht wahr ? So muss es auf der ganzen Welt zugehen - wo nicht, geht es "undemokratisch" zu ... 

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Veröffentlicht in Merkwuerdiges

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