Bundeswehr: Der nächste Kriegseinsatz

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Mali wird das nächste Land sein, an dem sich Deutschland militärisch zu schaffen macht. Das kündigte Kanzlerin Merkel auf der Bundeswehrtagung an. Wie immer geht es natürlich um "Hilfe". In einem Artikel der FAZ wird aber ziemlich unverblümt dargestellt, worum es wirklich geht: Um die deutsche Einmischung in aller Welt auch mit militärischen Mitteln. " 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges „tragen wir als vereintes, souveränes und in jeder Weise erwachsenes Deutschland“ eine Mitverantwortung „für Stabilität und Sicherheit in der ganzen Welt“ , zitiert die FAZ Kriegsminister De Maiziere. Imperiumspolitik, vorläufig noch eher im Westentaschenformat. Aber das Format Westentasche wird gesprengt werden. "Wir sind wieder wer" - und zwar die selben wie immer in der Geschichte.

 

Interessant ist der Zungenschlag, wenn es um das Verhältnis "EU-Armee" und deutsche Militärambitionen geht. Hier wird ganz klar gestellt, dass die Bundeswehr nicht Teil integrierter Streitkräfte werden, sondern "die ganze Breite" der militärischen Fähigkeiten selbst beherrschen soll, ohne auf irgendjemand anderen angewiesenzu sein. Hilfstruppen sind dabei durchaus willkommen: "Deutschland sei aber bereit, kleineren europäischen Partnern die Möglichkeit zu geben, sich stärker auf einige militärische Fähigkeiten zu spezialisieren ..." Aber: "De Maizière ergänzte, von einem Verzicht auf bedeutende militärische Fähigkeiten im Zuge eines europäischen „Zusammenlegens und Teilens“ sei Deutschland „weit entfernt“. Die Möglichkeiten der Kooperation in Europa müssten vielmehr „realistisch“ bewertet werden." - So viel für die Leute, die meinen, der deutsche Nationalstaat sei ein auslaufender Posten.

 

Wer wissen will, wohin die Reise geht - der ganze FAZ-Text steht hier:

 

 

http://www.faz.net/aktuell/kampf-gegen-islamistische-rebellen-bundeswehr-wird-sich-an-einsatz-in-mali-beteiligen-11934510.html

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R
<br /> @ Andreas: Verweigern werden diejenigen, die sozial abgehängt wurden und nun nach jedem Strohhalm greifen, den Dienst beim Militär tendentiell nur dann, wenn a) Alternativen auf dem Arbeitsmarkt<br /> zur Verfügung stünden, b) die Gefahren für Leib und Leben beim Dienst in der Interventionsarmee enorm anstiegen oder c) das proletarische Klassenbewusstsein derart hoch wäre, dass die Leute<br /> lieber in der Erwerbslosigkeit verbleiben als fürs Kapital auf Klassenbrüder im Ausland zu schießen.<br />
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A
<br /> Unter den "Dummen" hab ich schon die Perspektivenlosen gemeint - auch hab ich extra die "" verwendet. Diesen "Teufelskreis" gilt es zu durchbrechen - und hier würde nur ein bewußtes Verweigern<br /> der Betroffenen helfen.<br /> <br /> <br /> Allerdings hab ich diesbezüglich wenig Hoffnung. Schließlich "bewährt" sich dieses "System" in den USA und GB - und womöglich kommt es demnächst in anderen Ländern auch dazu.<br /> <br /> <br /> Zum Kotzen!<br />
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R
<br /> @ Andreas: Leider sind es ja nicht vorrangig die "Dummen", sondern die Arbeits- und Perspektivlosen. Nicht ohne Grund bilden Ostdeutsche den Kern der Soldaten in der Interventionsarmee. Ähnlich<br /> den USA oder GB werden auch in Deutschland die Leute vor allem aus ökonomischen Zwängen ins Militär getrieben.<br />
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A
<br /> Das Spiel wird weitergehen, so lange man "Dumme" für die BW findet. Tatkräftig wird dieses Unterfangen von den sogenannten "Eliten" unterstützt, die ein möglichst großes Prekariat brauchen -<br /> quasi eine Verfügungsmasse "zbV" (= zur besonderen Verwendung).<br /> <br /> <br /> Als ich die Uniform der "Parlamentsarmee" getragen habe, war der Auftrag klar: Verteidigung der Landesgrenzen. "Spielchen im Ausland gabs da nicht...aber es gab auch noch die "bösen Russen"<br /> die in der DDR kriegslüstern abhingen ;-)<br /> <br /> <br /> (daran haben aber die wenigsten Wehrpflichtigen bei uns geglaubt)<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br />
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