China: 160 Millionen Beschäftigte in der Privatwirtschaft
German.china.org hat heute eine Meldung auf seiner Internet-Seite stehen, die über den Umfang der Privatwirtschaft, mithin des kapitalistischen Elements in der chinesischen Wirtschaft Auskunft gibt. In dem Artikel heisst es, Staatsbetriebe spielten immer noch "eine bedeutende Rolle".
Das ist untertrieben. Wenn 160 Millionen im kapitalistischen Sektor arbeiten, bedeutet das, dass die überwiegende Mehrheit der Berufstätigen nach wie vor in Staatsbetrieben arbeitet. Dazu kommt, dass ein Grossteil der grossen Privatbetriebe über staatliche Beteiligungen indirekt vom Staat kontrolliert wird.
Andererseits ist das staatliche Eigentum nicht mit Sozialismus gleichzusetzen. Soweit nicht geplant für den Bedarf produziert wird, sondern für den Markt, handelt es sich um Staatskapitalismus. Soweit das so ist, besteht das "sozialistische" daran nur darin, dass die kommunistische Führung die Wirtschaftssektoren nach einem makro-ökonomischen Plan lenkt und proportioniert, der nicht den maximalen Profit, sondern die wirtschaftliche Entwicklung des ganzen Landes im Auge hat. In diesen Rahmen sind allerdings auch die Privatunternehmen eingebunden, einschliesslich der Investoren aus dem Ausland.
Hier der Text von german.china.org:
http://german.china.org.cn/fokus/2011-02/07/content_21874742.htm