Das kleinere Uebel, mal anders
Der Staat sei ein schlechter Unternehmer - das war einmal ein Argument dafuer, dass man alles privatisieren muesse. Dann wuerden die oeffentlichen Dienstleistungen effektiver, billiger, kundenfreundlicher. Ach ja, billiger: Meine Telefon-, Strom-, Wasserrechnungen sehen nicht danach aus, der Preis fuer Bahn-Tickets auch nicht. Ach ja, kundenfreundlicher: Zu empfehlen ist die Regulierung von Defekten via Call-Centern; wenn man viel Zeit und Lust hat, hundertmal die selbe Geschichte zu erzaehlen. Ach ja, effektiver: Haben nicht die STAATEN, diese schlechten Unternehmer, den PRIVATEN, diesen unglaublich efizienten Finanzgenies, paartausend Milliarden zustecken muessen, damit nicht weltweit der ganze Laden zusammenkracht ?
Vielleicht ist ja der Staat ein schlechter Unternehmer. Aber, wie sich gerade herausstellt, sind die bonusbekifften Ackermaenner offenbar noch viel schlechtere.
Nur so eine Idee, eine, die in Deutschland doch so beliebt ist: Wie waers mit das KLEINERE UEBEL WAEHLEN ? Mit der Anwendung dieser bewaehrten Taktik mal auf was anderes: Droege Beamten-Manager antstatt VOELLIG unfaehiger privater Manager ? Schlechter Staatswirtschaft anstatt noch schlechterer Finanzgenie-Wirtschaft ? Immerhin wuerden dann etwaige doch anfallende Gewinne nicht auf den Bahamas landen, sondern im Staatssaeckel.
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