Deutschland: Wachsender Export, schrumpfende Binnennachfrage
37,8 Milliarden Euro betrug der Handelsbilanzueberschuss Deutschlands im 1. Quartal dieses Jahres, davon 18,9 Milliarden im Handel mit anderen EU-Staaten. Dagegen sinkt die Binnennachfrage. Der sinkende Eurokurs staerkt in der internationalen Konkurrenz unter den EU-Staaten insbesondere Deutschland, weil es das Land mit der mit Abstand hoechsten Exportquote ist. Sinkender Aussenwert des Euro bedeutet Verbilligung der Exporte - damit hoehere Konkurrenzfaehigkeit ueber den Warenpreis - und entsprechende relative Verteuerung der Importe - so dass Handelskonkurrenten ausserhalb des Euro-Raums sich schwerer tun, ihre Produkte im Euro-Raum abzusetzen.
Wolfgang Pomrehn schreibt dazu heute ausfuehrlicher in junge welt: http://www.jungewelt.de/2010/05-14/061.php
Pomrehn stellt einen interessanten Vergleich mit China an. Dessen - noch staerker als der deutsche - ansteigender Export geht einher mit entsprechend steigenden Importen. Im Handel mit den armen Staaten ist die chinesische Handelsbilanz sogar negativ - d.h., diese Staaten exportieren mehr nach China als sie von dort importieren.