Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Leipzig
Nichtwähler: ca. 258 000 = 59 %
Wähler: ca. 176 000 = 41 %
Details hier:
http://www.leipzig.de/de/buerger/politik/wahlen/obm/2013/wahlergebnis-24701.aspx
So sieht sie aus, die "repräsentative Demokratie".
Da kein Kandidat die "absolute Mehrheit" erreicht hat, gibt es einen zweiten Wahlgang, zu dem wieder alle Kandidaten antreten dürfen.
Wer auch immer gewinnt, wird nicht der Repräsentant der Leipziger Bürger sein, sondern der Repräsentant einer Minderheit von rund zwanzig Prozent der Wahlberechtigten.
Letzten Endes wird die "Mehrheit" das obere Drittel der Gesellschaft sein, deren Repräsentant, gleich, ob es der CDUler oder der SPDler wird, der Oberbürgermeister dann auch wirklich ist.
Man kann viel darüber räsonnieren, warum das so ist. Aber zuerst einmal ist es eine Tatsache, dass die Amtsinhaber in der bürgerlichen Demokratie in aller Regel NICHT die Mehrheit hinter sich haben, sondern eher ein Fünftel, ein Viertel oder, wenn´s hochkommt, ein Drittel der Bevölkerung.