Griechenland: Lage nach den Wahlen aus kommunistischer Sicht

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner


Das Ergebnis der Parlamentswahlen war fuer die KKE, die Kommunistische Partei Griechenlands, eher durchwachsen. (S. Blog-Eintrag vom 5. Oktober). Jetzt hat die Parteifuehrung die Lage im Land analysiert.
Was herauskam, ist in einem Beitrag nachzulesen, den die oesterreichische Kommunistischen Initiative auf ihre Seite gestellt hat.

http://www.kommunisten.at/article.php?tory=20091029064143193 .

Die KKE gehoert neben der portugiesischen KP und der tschechischen KSMC zu denjenigen kommunistischen Parteien in den EU-Staaten, die den allgemeinen Rueckgang des kommunistischen Einfluss in der Folge der Konterrevolution in Osteuropa am wenigsten zu spueren bekamen. Im letzten Jahrzehnt ist die KKE sogar wieder staerker geworden, trotz der Abspaltung eines rechtsopportunistischen Fluegels, dessen Wahlbuendnis zuletzt, nach einem Hoehenflug in den Umfragen, mit der 3%-Klausel kaempfte.

Bemerkenswert ist daran, dass sich mit der KKE (und auch der KP Portugals) Parteien relativ gut halten konnten, die am wenigsten "Anpassungsleistungen" erbrachten. Die KKE faehrt einen beinharten marxistisch-leninistischen Kurs und wird dabei staerker. Ins Auge faellt der Kontrast zu den ehemals grossen kommunistischen Massenparteien wie der italienischen und franzoesischen. Die KPF hatte dereinst um die 700 000 Mitglieder, die KPI 1,3 Millionen. Der "eurokommunistische" Kurs in Richtung Sozialdemokratie hat diese Parteien zerrissen und die Reste in eine Lage gebracht, in der es ums Ueberleben geht. Der "moderne" Kurs war (und ist) ein Kurs ins Desaster. Wie die erfolgreiche Politik der KKE und der KP Portugals zeigt, liegt das nicht an Zwangslaeufigkeiten des Postmoderne- und Globalisierungszeitalters. 

Die praktische Erfahrung der vergangenen zwanzig Jahre zeigt: Das Festhalten an den kommunistischen Positionen bringt Erfolg, ihre Revision Misserfolg und Niedergang. 

Werbung

Veröffentlicht in Kommunisten

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post