IG Metaller: Zeit für Spielchen vorbei
Bericht von RedGlobe von der Tarifbewegung Metall:
| IG Metall: Schnauze voll von Taktiererei | | Drucken | |
| Wirtschaft & Gewerkschaft |
| Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 10:52 Uhr |
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Standhafter Streikposten in Augsburg Bei Daimler in Untertürkheim versammelten sich vor den Werkstoren 4500 Beschäftigte zu einer Kundgebung. Warnstreikaktionen gab es außerdem bei EGO in Balingen, Blanco in Sulzfeld, mtu/Tognum, ZF Friedrichshafen, WMF in Geislingen, Schuler in Göppingen, Honeywell in Mosbach, Micronas in Freiburg, Nidec in Bietigheim-Bissingen, ABB in Ladenburg, Prototyp-Werke in Zell, Constellium in Crailsheim, Bosch und Automotive Lighting in Reutlingen, Walter in Münsingen, ZF Lenksysteme in Schwäbisch Gmünd, Bartec in Bad Mergentheim. In Sindelfingen zogen mehrere hundert Jugendliche mit einem Demonstrationszug vom Daimler-Werk zur Stadthalle. Dort startet heute um 17 Uhr die vierte Verhandlungsrunde für die 800 000 Beschäftigten der baden-württembergischen Metall- und Elektrobranche. Vor dem Verhandlungslokal protestierten rund 4000 junge Metallerinnen und Metaller für die IG Metall-Forderungen. Auf der Kundgebung unterstrich IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann den Ernst der Lage: »Ich hoffe, die massiven Warnstreiks der vergangenen Tage haben Südwestmetall zur Besinnung gebracht. Die Geduld unserer Kolleginnen und Kollegen ist erschöpft, die Zeit für Spielchen vorbei.« Seit dem Ende der Friedenspflicht am 28. April 2012 haben sich allein im Bezirk Baden-Württemberg bisher rund 120 000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Auch in Bayern haben die Beschäftigten am Dienstag »ordentlich nachgelegt«, wie die IG Metall formuliert. Fast 8.000 Menschen beteiligten sich hier an Warnstreikaktionen beteiligt. Einen der Schwerpunkte bildeten dabei Jugendwarnstreiks in Aschaffenburg, Ingolstadt und Kempten, bei denen insgesamt rund 1.700 junge MetallerInnen demonstrierten. Von Ansbach bis Weißenburg führten Beschäftigte am Dienstag zudem Warnstreiks durch, betroffen waren Unternehmen von Audi bis Zarges. In ähnlichem Umfang soll es am heutigen Mittwoch weitergehen. Der Höhepunkt dieser Woche wird für den morgigen Donnerstag erwartet. Zeitgleich zur vierten Verhandlung mit der Unternehmerseite in Bayern soll ihren Vertretern im vbm nochmals drastisch gezeigt werden, dass sie ihr Angebot dringend verbessern müssen. Auch in Berlin, Brandenburg und Sachsen gingen die Warnstreiks weiter. IG Metall-Bezirksleiter Oliver Höbel kritiserte in Berlin-Pankow die Blockadehaltung der Unternehmer und warnte vor einer »Eskalation durch fahrlässiges Nichtstun der Arbeitgeberseite«.
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