Imperialismus - die Geissel der Menschheit.

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Diejenigen "Entwicklungsländer", die für die USA und die imperialistischen Staaten Westeuropas in irgendeiner Weise "interessant" sind, haben die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder sie unterwerfen sich dem Willen der Aufsichtsmächte, lassen ihre Wirtschaft ruinieren, liefern ihre Rohstoffe zu Billigstpreisen ab und stellen ihr Territorium bei Bedarf für ausländische Militärstützpunkte zur Verfügung - oder sie werden mit Sanktionen überzogen und im Extremfall militärisch angegriffen wie derzeit Libyen.

 

 Neu ist das nicht. Ohne jede militärische Notwendigkeit, höchstwahrscheinlich, um die Sowjetunion das Fürchten zu lehren, hat die US-Armee Hiroshima und Nagasaki mit Atombomben eingeäschert. In Nordkorea hat sie ein halbes Jahrzehnt später buchstäblich keinen Stein auf dem andern gelassen - dort gibt es keine Gebäude, die älter als 60 Jahre sind, weil die US-Armee kein einziges verschont hat. Der Sturz des fortschrittlichen Regimes im Iran und die Einsetzung des US-hörigen Shah, die Ermordung des kongolesischen Präsidenten Lumumba und die Errichtung einer der blutigsten und korruptesten Regierungen Afrikas, die Finanzierung der Kontras in Angola und Mocambique nach deren Befreiung von den europäischen Kolonialisten ... schier endlos ist die Liste der Gräueltaten der "Freedom&Democracy"-Missionare. Besser in Erinnerung ist noch Vietnam, dessen Bevölkerung noch heute an den Nachwirkungen der USamerikanischen Giftgaseinsätze leidet.   In Indonesien fielen Suhartos von den USA "inspiriertem" Putsch bis zu einer Million Menschen zum Opfer. Ungezählt die inszenierten Putsche in Lateinamerika, mit den Fanalen Nicaragua und Chile.  Unvergessen der Obristenputsch in Griechenland und die darauf folgende blutige Militärdiktatur. Die Zerstörung des somalischen Staates, der Bundesrepublik Jugoslawien, der 30jährige Krieg in Afghanistan, die Besetzung des Irak und jetzt der Angriff gegen Libyen ... wie viele habe ich vergessen, aufzuzählen ? - Der Imperialismus ist wahrlich eine Geissel der Menschheit !

 

Eine historische Perspektive hat das nicht. Die Völker lassen sich nicht auf Dauer knechten und berauben. Der Saurier Imperialismus, das bluttriefende Vieh mit viel Panzer und wenig Hirn, schlägt wild um sich, des eigenen Untergangs gewärtig, in den er die ganze Menschheit mitreissen kann, wenn die Geschichte einen unglücklichen Verlauf nimmt. Die Welt nach seinem Bild modeln kann er nicht.  Erkann nur unterdrücken und zerstören, bietet den Völkern keine Perspektive der Freiheit und Selbstbestimmung, der friedlichen Nachbarschaft, einer lebenswerten Zukunft.

 

Was es bedeutet, ins Visier der Bestie zu geraten, wird heute am aktuellsten in Somalia, im Irak und Afghanistan anschaulich. Libyen hat seine Widerborstigkeit gegenüber den imperialistischen Zumutungen schon schwer gebüsst. Infolge der Sanktionen fiel der bereits erreichte Lebensstandard bis 2001 innerhalb fünfzehn Jahren um fast die Hälfte. Nach einer grandiosen Erhohlung steht jetzt wohl das Finale bevor, ist schon im Gang: zurück ins Elend, in neokoloniale Abhängigkeit.

 

Joachim Guillard umreisst an zwei Beispielen, Irak und Libyen, was die Menschheitsgeissel anrichtet, wenn sie will:

 

Libyen - Überlegungen zum drohenden "Preis der Freiheit":

 

http://jghd.twoday.net/stories/libyen-ueberlegungen-ueber-den-drohenden-preis-der-freiheit/

 

(Der Text erschien leicht gekürzt und redaktionell überarbeitet in Ossietzky 8/2011
Es gibt auch eine englische Übersetzung, u.a. bei Tlaxcala und Global Research)
(Danke an http://www.barth-engelbart.de/?p=931 für den Hinweis.)

 

 

 

 

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Veröffentlicht in Westliche Werte Boerse

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G
<br /> <br /> Um des guten, antiimperialistischen Deutschland willen, dessen schwarz-rot-goldenes ("aus finstrer Nacht durch Blut zur Sonne") Banner auch auf deinem Parteibuch prangt: Mach aus der Geisel eine<br /> Gei-ß-el!<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Es könnte sonst vielleicht noch jemand meinen, die imperialistischen Nationen wären Geiseln der Sachzwänge, ihnen am Ende durch eine nimmersatte Menschheit auferlegt.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Worauf willst Du denn mit deiner Geißel eigentlich hinaus? Soll es ähnlich wie die Pest eine Katastrophe sein, die deswegen verbal zur Geißel von oben befördert wurde, weil man sie<br /> wissenschaftlich nicht zu fassen vermochte? Bzgl. des Imperialismus könnte ich da lehrsame Abhilfe anbieten ... (kleiner Scherz zu Sankt Osbama)<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Ich will nicht auf was hinaus, sondern meine, dass Imperialismus darauf hinausläuft (der schwarz-rot-goldene nicht anders als der unterm Sternenbanner), dem schwächeren Teil der Staatenwelt nur<br /> die angesprochene Wahl zu lassen. Das Wort Geissel (danke für die Korrektur) steht als (Anti-)Metapher gegen das, was in den (meisten ?) Köpfen ist: die "westlichen Werte", mit denen alle Welt<br /> beglückt werden müssen. Während das in den Köpfen ist, zweifeln gleichzeitig viele Leute daran. In die Kerbe haue ich, um das falsche Bild ein wenig zu schwächen und die Zweifel ein wenig zu<br /> bestärken.    <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />