Merkel als Schatzgräberin in der Mongolei
Die deutsche Kanzlerin hat die Mongolei besucht und mehrere Geschäftsanbahnungen für deutsche Konzerne gemacht. Das gehört zu ihrem Job. Die FAZ erzählt einige Details:
Rohstoffe für die deutsche Industrie ist das Thema. Die Mongolei ist voll davon. Es geht um gigantische Vorkommen. Ihrem Ausverkauf steht nach der Konterrevolution nichts mehr im Weg. Die neue Herrschaftsclique ist willig, wenn ein paar Prozent Provision für sie abfallen. Viel Bevölkerung steht auch nicht im Weg. Das Land hat nur gut drei Millionen Einwohner, bei einer Fläche, die gut viermal grösser ist als das deutsche Staatsgebiet. Ein Grossteil ist nach dem Rückfall in den Kapitalismus völlig verarmt. Hilfsarbeiter für die Plünderung sind für sagenhaft flexible Löhne zu kriegen.
Die mongolischen Schätze wollen allerdings auch andere, die schon eifrig dabei sind, sie zu erschliessen und abzutransportieren. Gegen sie hat jetzt Deutschland seinen eigenen Claim abgesteckt. Ein wenig umständlich ist die geographische Lage. Zwischen den mongolischen seltenen Erden und dem Reichsgebiet liegt eine Kleinigkeit - Russland. Für den Durchfluss der mongolischen Schätze nach Deutschland werden also zusätzlich ein paar Prozent Provisionen anfallen. Unangenehm ist auch, dass die Mongolei an China grenzt, also an ein Land, das für seine rasch wachsende Industrie auch Riesenmengen an Rohstoffen braucht.