Merkel als Schatzgräberin in der Mongolei

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Die deutsche Kanzlerin hat die Mongolei besucht und mehrere Geschäftsanbahnungen für deutsche Konzerne gemacht. Das gehört zu ihrem Job. Die FAZ erzählt einige Details:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/abbau-von-bodenschaetzen-deutschland-sichert-sich-rohstoffe-in-der-mongolei-11492400.html .

 

Rohstoffe für die deutsche Industrie ist das Thema. Die Mongolei ist voll davon. Es geht um gigantische Vorkommen. Ihrem Ausverkauf steht nach der Konterrevolution nichts mehr im Weg. Die neue Herrschaftsclique ist willig, wenn ein paar Prozent Provision für sie abfallen. Viel Bevölkerung steht auch nicht im Weg. Das Land hat nur gut drei Millionen Einwohner, bei einer Fläche, die gut viermal grösser ist als das deutsche Staatsgebiet. Ein Grossteil ist nach dem Rückfall in den Kapitalismus völlig verarmt. Hilfsarbeiter für die Plünderung sind für sagenhaft flexible Löhne zu kriegen.

 

Die mongolischen Schätze wollen allerdings auch andere, die schon eifrig dabei sind, sie zu erschliessen und abzutransportieren. Gegen sie hat jetzt Deutschland seinen eigenen Claim abgesteckt. Ein wenig umständlich ist die geographische Lage. Zwischen den mongolischen seltenen Erden und dem Reichsgebiet liegt eine Kleinigkeit - Russland. Für den Durchfluss der mongolischen Schätze nach Deutschland werden also zusätzlich ein paar Prozent Provisionen anfallen. Unangenehm ist auch, dass die Mongolei an China grenzt, also an ein Land, das für seine rasch wachsende Industrie auch Riesenmengen an Rohstoffen braucht. 

 

 

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E
<br /> <br /> Hmm ja kann wohl sein. Hast du Quellen für diese Angaben?<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Seltene Erden - einfach Wikipedia: "Die größten Vorkommen von Seltenen Erden befinden sich in China in der Inneren Mongolei (2,9 Millionen Tonnen). Das bislang größte bekannte Vorkommen außerhalb Chinas mit<br /> mindestens 1,4 Millionen verwertbaren Tonnen ist Mount Weld in West-Australien.<br /> Daneben gibt es große Vorkommen in Grönland mit einem Vorkommen von 2,6 Millionen Tonnen – deren Abbau wird allerdings erst erforscht. Ebenso wurden große Vorkommen in Kanada entdeckt. Bereits<br /> erschlossene Vorkommen von Seltenen Erden befinden sich außerdem in den USA (Mountain<br /> Pass Mine, Kalifornien), Indien, Brasilien und in Malaysia.[3] Südkorea will zukünftig Seltene Erden in Kooperation mit<br /> Vietnam fördern.[4] Größere Mengen Seltener Erden wurden durch japanische Wissenschaftler Mitte 2011 im Pazifik entdeckt.[5]"<br /> <br /> <br /> <br />
E
<br /> <br /> Nunja, in diesem Falle bin ich ausnahmsweise auf Merkels Seite. Wenn man sich ausmalt, dass sich China alles krallt, wäre das für alle Beteiligten und Unbeteiligten die schlimmere Alternative.<br /> Erstens weil China dadurch eine noch ausgeprägtere Monopolstellung speziell auf die Seltenen Erden erhält, und damit alle abhängigen Länder und Industrien unter Druck setzen kann. Und<br /> andererseits, weil chinesische Unternehmer sicher noch einen Tick skrupelloser sind in Sachen Ausbeutung von Mensch und Umwelt, als deutsche Unternehmen.<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Die seltenen Erden sind weniger selten alks in den deutschen Wirtshaftsnachrichten steht. Bloss ist ihre Gewinnung eine so giftige Angelegenheit, dass man sie gern anderen überlässt, so lange die<br /> das machen. DAS hat zur Quasi-Monopolstellung Chinas geführt, nicht die Seltenheit der Vorkommen. Es gibt grosse Mengen in den USA, Kananda, Australien, im Kongo und noch etlichen Ländern. In den<br /> drei erstgenannten sind Produktionen stillgelegt worden, weil das Zeug aus China billiger zu kriegen war. Australische Unternehmen beuten übrigens bereits mongolische Vorkommen aus.<br /> <br /> <br /> "chinesische Unternehmen noch einen Tick skrupelloser": Dafür lassen sich sicher Beispiele finden. Soweit aber staatlich dominierte Unternehmen zugange sind, sind die Akommen mit anderen Staaten<br /> im allgemeinen fairer als die westlicher Konzerne.<br /> <br /> <br /> <br />