Merkelwackeln

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Die Merkel-Westerwelle-Regierung durchlebt ein Tief. Die Gefahr droht von zwei Seiten: Die Mehrheit der wirtschaftlich Maechtigen zieht ihre "Fuehrungsfaehigkeit" in Zweifel und ist enttaeuscht von den erbrachten Leistungen.

 

http://nachrichten.rp-online.de/politik/studie-fuehrungskraefte-enttaeuscht-von-regierung-1.78620

 

Zweitens ist auch ihre Unterstuetzung in der Wahlbevoelkerung stark geschrumpft.

 

http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend1110.html

 

Dabei hat die Kritik von der einen und der anderen Seite ganz unterschiedlichen, durchaus gegensaetzlichen Inhalt. - Die Reichen wollen noch reicher werden, die Armen nicht noch aermer werden. Das geht nicht zusammen. Wie sollen die Reichen reicher werden, wenn die Armen nicht aermer gemacht werden ? In einer Phase wirtschfaftlicher Stagnation und gar krisenmaessigen Rueckgangs geht das nicht.

 

Deshalb sind Frau Merkels Reden so merkwuerdig abstrakt geworden. Lauter Formelsaetze, bei denen sich jeder alles und nichts vorstellen kann. Was soll sie denn sagen, das Weltkind in der Mitten, zwischen zwei Stuehlen sitzend ? Westerwelle sagt ohnehin lieber gar nichts mehr. Er ist lernfaehig. Er hat gelernt, dass er eine peinliche Figur ist.

 

Das selbe Dilemma wie immer: Eine demokratisch gewaehlte Regierung soll die Interessen des grossen Geldes durchsetzen, gegen die Masse der Bevoelkerung. Und Letztere soll es nicht merken. Sie merkt es aber. Damit das Fass des Unmuts nicht ueberlaeuft, waltet daher die Kanzlerin ihres Amtes, die Armen zu schroepfen und die Reichen zu bereichern. Aber sie tut es mit umstaendlicher Vorsicht. Das wiederum wurmt die Reichen: Die ist nicht schnell genug, nicht beherzt genug, Mangel an Fuehrungsqualitaeten.

 

So kommt es, dass Frau Merkel bloss noch regiert, weil die Ackermaenner auch nicht wissen, wer es besser machen koennte. - Ein demokratisches Dilemma eben, wie immer, aber verschaerft durch die Krise. So trivial sind die unloesbaren tragischen Konflikte der buergerlichen Demokratie: nicht Goetterdaemmerung, sondern Merkelwackeln.

 

 

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A
<br /> <br /> Nur ein sehr kurzer Kommentar, denn besser kann man es nicht ausdrücken!<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Das fass ich als Lob auf und sag Daanke.<br /> <br /> <br /> <br />