Schleichende Entsolidarisierung

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Rudolf Stummberger spricht unter diesem Titel ein Thema an, das die Hilflosigkeit und Bewegungslosigkeit des grössten Teils der Arbeierklasse in Deutschland gegenüber den Krisenfolgen und -befürchtungen zum Teil erklärt.

 

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36187/1.html

 

Die beobachtete Tendenz ist eine normale Erscheinung in Krisenzeiten. Wenn die Nachfrage nach Arbeitskraft sinkt, verschärft sich objektiv die Konkurrenz der Arbeitskraftanbieter untereinander. - Wenn du den Job nicht kriegst, krieg ich ihn vielleicht. Wenn dein Betrieb geschlossen wird, bleibt vielleicht meiner erhalten.

 

So "logisch" das ist, so schädlich ist es für alle. Es handelt sich um eine Konkurrenz, die alle Lohnabhängigen nach unten zieht. Deshalb gibt es, ebenso objektiv, auch eine gegenläufige Logik: Wenn wir alle zusammenstehen, können wir das Blatt wenden. Aber diese Logik entwickelt sich nicht spontan, sondern erfordert einige politische Kenntnisse.

 

An diesem Punkt beginnt das Erfordernis des politischen Zusammenschlusses derer, die kapiert haben, dass die "Wendung des Blatts" notwendig und möglich ist; - des Zusammenschlusses zum Zweck, diese Notwendigkeit und die dafür erforderlichen Kenntnisse an die Masse derer zu vermitteln, die sich noch in der Abwärtsspirale bewegen und keinen Asuweg sehen. Stichwort: kommunistische Partei.

 

(Dank an http://nemetico.twoday.net/ für den Hinweis)

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Veröffentlicht in Deutschland

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M
<br /> Das Traurige ist, dass die Leute sich zwar wünschen, dass alles irgendwie gerechter zugeht und die Menschen netter zueinander wären, gleichzeitig aber gar nicht auf die Idee kommen, dass sie sich<br /> dann ganz prinzipiell vom Kapitalismus verabschieden müssen - wenn ein Kreuzfahrtschiff umkippt, war der Kapitän blöd und die Reederei zu gierig, wenn Schlecker pleite geht, war der Schlecker<br /> halt zu blöd und zu gierig, wenn Griechenland pleite geht, waren die Griechen zu blöd und die Banken zu gierig und so weiter. Auf "Kommunistische Partei" kommt keiner, auch wenn das die<br /> vernünftigste Alternative ist. Man kann den Leuten den letzten Eso-Scheiß andrehen, aber keinen Kommunismus. Logik ist out.<br />
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S
<br /> <br /> Ich weiss, modesty, ich bin kein Träumer. Ich wollte nur auf die Logik hinweisen, ohne dass ich meinen würde, dass viele dieser Logik folgen. Manche tun es aber doch. Unsere Berliner sind<br /> übrigens ganz fitt.<br /> <br /> <br /> <br />