Schleichende Entsolidarisierung
Rudolf Stummberger spricht unter diesem Titel ein Thema an, das die Hilflosigkeit und Bewegungslosigkeit des grössten Teils der Arbeierklasse in Deutschland gegenüber den Krisenfolgen und -befürchtungen zum Teil erklärt.
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36187/1.html
Die beobachtete Tendenz ist eine normale Erscheinung in Krisenzeiten. Wenn die Nachfrage nach Arbeitskraft sinkt, verschärft sich objektiv die Konkurrenz der Arbeitskraftanbieter untereinander. - Wenn du den Job nicht kriegst, krieg ich ihn vielleicht. Wenn dein Betrieb geschlossen wird, bleibt vielleicht meiner erhalten.
So "logisch" das ist, so schädlich ist es für alle. Es handelt sich um eine Konkurrenz, die alle Lohnabhängigen nach unten zieht. Deshalb gibt es, ebenso objektiv, auch eine gegenläufige Logik: Wenn wir alle zusammenstehen, können wir das Blatt wenden. Aber diese Logik entwickelt sich nicht spontan, sondern erfordert einige politische Kenntnisse.
An diesem Punkt beginnt das Erfordernis des politischen Zusammenschlusses derer, die kapiert haben, dass die "Wendung des Blatts" notwendig und möglich ist; - des Zusammenschlusses zum Zweck, diese Notwendigkeit und die dafür erforderlichen Kenntnisse an die Masse derer zu vermitteln, die sich noch in der Abwärtsspirale bewegen und keinen Asuweg sehen. Stichwort: kommunistische Partei.
(Dank an http://nemetico.twoday.net/ für den Hinweis)