Sozialdemokraten hier, Sozialdemokraten dort

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Die Wahl ist noch keine Woche vorbei - und schon bricht der neue sozialdemokratische Präsident Frankreichs die ersten Wahlversprechen.

 

Die Deckelung der Managergehälter in den Staatsbetrieben auf das Zwanzigfache eines Arbeiterlohns fällt aus. Plötzlich soll sie nur noch für Neuverträge gelten, wovon nie die Rede war.

 

Die Spritpreise werden nicht eingefroren. Dafür ergeht eine fürchterliche Drohung an die Mineralölkonzerne: Man werde untersuchen, warum die Benzinpreise mit Verzögerung zurückgehen, wenn die Rohölpreise fallen, während sie bei steigenden Röholpreisen immer sofort erhöht werden. (Ich anempfehle mich als Berater, um dieses unglaubliche Phänomen wissenschaftlich zu untersuchen. Meine Arbeitshypothese wäre: Das ist deshalb so, weil die Mineralölkonzerne das eben so machen und dabei ein Sümmchen Extraprofit rausschlagen,)

 

Herr Hollande muss noch vorsichtig sein. Im Juni sind Parlamentswahlen. Trotzdem zeigt er schon die Richtung an, in die es mit ihm gehen wird. - So gut wie nichts von seinen Versprechungen wird er halten. Alles davon wird so lang hingezogen und so lang verwässert werden, bis so gut wie nichts mehr davon übrigbleibt. Mehr: Er wird das Gegenteil dessen tun, was er versprochen hat, nämlich erkämpfte soziale Rechte weiter einschränken.

 

Das ist Sozialdemokraten-Art. Es gibt nur eine Bremse dagegen: Bei den Parlamentswahlen die Linke so zu stärken, dass Hollande der Verrat an den Interessen seiner Wähler so schwer wie möglich fällt.

 

Das ist übrgens ein Rezept, dass übermorgen in Nordrhein-Westfalen auch angewendet werden sollte. Ohne wenigstens ein Gruppe ehrlicher Linkspartei-Abgeordneter wird SPD und Grünen ihr "soziales Gewissen" ganz schnell abhanden kommen.  

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Veröffentlicht in Frankreich

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L
<br /> wer etwas anders erwartet hatte, kann angesichts des kandidatens und des verhaltens seiner partei in der jüngsten vergangenheit - milde ausgedrückt - nur als "blauäugig" bezeichnet werden.<br />
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S
<br /> So ist es. Aber leider sind die vielen Wähler der PS eben noch "blauäugig". Ich hoffe, dass die Linksfront bei den Parlamentswahlen viele Stimmen kriegt. Das würde die Manövrierfähigkeit der PS<br /> nach Rechts einschränken.<br /> <br /> <br />
A
<br /> Deshalb verwendet man Bloganbieter aus "sicheren" Ländern anonym!<br />
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S
<br /> Ich mach das nicht. Ich bestehe auf bürgerliche Legalität. Wenn die Herrschaften das mal anders machen wollen - wir haben immer noch Mittel und Wege gefunden, trotzdem gehört zu werden. In<br /> sozusageb freiwilligem vorauseilenden Gehorsam möchte ich mich nicht "halb in die Illegalität" begeben. Sich zu anonymisieren mag für so Manchen akzeptable Gründe haben. Aber wer nicht muss, sollte<br /> m. E. nicht. Dass der Staatsschutz dann nicht wüsste, wer man ist, wäre allerdings eine naive Annahme. Man anonymisiert sich daher eigentlich nur gegenüber der Öffentlichkeit. Von den begründeten<br /> Fällen abgesehen, halte ich deshalb auch anonymes Auftreten für ein Verhalten, das freiwillig bürgerlich-demokratische Rechte aufgibt.<br /> <br /> <br />
G
<br /> Diese Sozialisten sind nur die Rueckseite einer konservativen Falschmuenze.<br />
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K
<br /> Was hältst du von der Abmahnwelle gegen Blogs? Es gibt Anwaltskanzleien, die Schadenersatz fordern, weil angeblich in einem Blog Urheberrechte verletzt wurden - zum Beispiel wegen Fotos von<br /> Modekleidern! Die Forderungen belaufen sich meist auf vierstellige Summen. Opfer sind meist Blogs! Mehr unter: http://0z.fr/8qnnb<br />
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S
<br /> Hab ich noch nicht mitgekriegt. Aber mir ist ständig bewusst, dass diese Geier über der Szene kreisen. Deswegen bin ich ziemlich vorsichtig beim Spiegeln und Zitieren aus allen<br /> bürgerlichen/kommerziellen Medien.<br /> <br /> <br />