Über die Immobilienblase in China, Anachronismen und Ochsen
Beim Lesen dieses Artikels http://german.china.org.cn/business/txt/2011-10/06/content_23556519.htm dachte ich daran, dass es solche Blasen im "Westen" auch zuhauf gibt, bloss dass sie niemand aufsticht. Das ist auch nicht so einfach, nicht einmal in China mit mit einer kommunistischen Partei an der Macht. Immerhin hat es auch dort zwei Jahre gedauert, bis staatliche Marktsteuerungsmechanismen nun eine Änderung des unerwünschten, für die Bevölkerung schlechten Trends zu bewirken scheinen. Der Markt ist ein dummes Vieh, das noch schwerer zu dirigieren ist als ein Ochse vorm Pflug.
Im "Westen" funktioniert das überhaupt nicht, weil hier keine kommunistischen Parteien regieren, die den Ochsen dirigieren, sondern Parteien, die im Gegenteil vom Ochsen dirgiert werden. Lustig ist angesichts der in der Krise noch offensichtlicher werdenden Unfähigkeit des westlichen Herrschaftssystems, eine auch nur einigermassen vernünftige gesellschaftliche Entwicklung zu gewährleisten, dass gleichzeitig die chinesische "Einparteien-Herrschaft" als Anachronismus dargestellt wird, wo es doch die eigene "repräsentative Demokratie" ist, die an allen Ecken und Enden versagt, weil sie keinen einzigen einer ganzen Herde von Ochsen zähmen kann noch will, sondern im Gegenteil die verdeckte Diktatur der Ochsen ist.
Natürlich ist das Bild von den Ochsen ungerecht gegenüber den Ochsen und verbietet sich eigentlich überhaupt jeder Tiervergleich, weil es auf dem ganzen Planeten kein Viehzeug gibt, das so dumm ist wie die Ackermänner und ihre Merkels als die Personifizierungen einer anachronistischen Gesellschaftsordnung, die von den Interessen einer kleinen Clique von Privateigentümern, von Profit und Markt gesteuert werden, als könne man einen Düsenjet mit dem Faustkeil steuern; Neandertaler im Armani-Outfit sozusagen.