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Unsägliche Indoktrinierung der DDR-Jugend

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Bekanntlich wurde die DDR-Jugend von der SED unsäglich indoktriniert. Während im freien Westen schon immer von Kindesbeinen auf gelernt werden durfte, dass sie später einmal die lieben Mitarbeiter ihrer Sozialpartner, der Unternehmer und Leistungsträger, sein werden und dafür jedes Jahr eine Woche nach Mallorca fliegen dürfen, wurde den armen DDR-Kindern vorgelogen, die Sozialpartner seien der Klassenfeind und die gewöhnlichen Proleten, die doch nichts weiter tun als zu arbeiten, seien in Wirklichkeit die Leistungsträger. Zur Strafe durften sie nur an den Plattensee fahren, und das mit Papis Trabi.

 

Nun, viele haben eh nicht geglaubt, was ihnen die SED da vorgesagt hat. Sie wollten auch gern liebe Mitarbeiter der Unternehmer-Sozialpartner werden. Sie wurden es, mit der Befreiung durch und dem Anschluss an den freien Westen; natürlich bloss die, die die Leistungsträger zufällig gebrauchen wollten. Der ziemlich grosse Rest wurde aber auch grosszügig versorgt. Als Hartz IVler können sie heute jeden Monat satte 360 Euro verprassen. Plus Miete ! Da ist Mallorca zwar nicht drin, und nicht einmal Plattensee per Trabi. Aber nichts ist belehrender als die eigene Erfahrung. Wer nicht hören will, muss fühlen, wie das Sprichwort so schön treffend sagt.

 

In Saschas Blog steht ein Beispiel für die Indoktrinieruing der ehemaligen DDR-Jugend:

 

Die Arbeiter und die Schmarotzer

 

Im Kapitalismus sind diejenigen, die keine eigenen Produktionsmittel besitzen, bei Strafe ihres Untergangs gezwungen, ihre Arbeitskraft Tag für Tag an die Besitzer der Produktionsmittel zu verkaufen. Das ist die Grundbedingung, das Wesensmerkmal kapitalistischer Produktionsverhältnisse. Schon hier wird klar, daß dieser Verkauf der Arbeitskraft eine einem Naturgesetz gleiche Notwendigkeit ist, die sich nicht aus dem persönlichen Verhalten von Arbeitern und Kapitalisten, etwa aus ihren subjektiven Charaktereigenschaften und Wünschen ergibt, sondern aus den objektiven sozialökonomischen Bedingungen. [1]

 

Die Hauptquelle des Monopolprofits ist nach wie vor der von der Arbeiterklasse im kapitalistischen Produktionsprozeß erzeugte Mehrwert, der durch rigourose Ausbeutung, durch den Einsatz elektronischer Produktionshilfsmittel, durch Auslagerung der Produktion in Billiglohnländer, durch Kapitalexport usw. rasch steigt. Davon lebt die sogenannte „zivilisierte Welt“ – der Lohnarbeiter verkauft seine Arbeitskraft. Und wo das nicht mehr möglich ist, sind die Ärmsten der Armen gezwungen, die wenigen noch im Müll der Zivilisation vorhandenen „Wertstoffe“ herauszusuchen, um sie irgendwo zu Geld zu machen.

 

Die Monopolherrschaft ist die Wurzel des Parasitismus und der Fäulnis des Kapitalismus. Darauf hatte schon Lenin hingewiesen. Dieser Parasitismus und die Fäulnis des Kapitalismus, hob er hervor, „zeigt sich vor allem in der Tendenz zur Fäulnis, die jedes Monopol auszeichnet, wenn Privateigentum an den Produktionsmitteln besteht... Zweitens zeigt sich der Fäulnisprozeß des Kapitalismus in der Entstehung einer gewaltigen Schicht von Rentiers, Kapitalisten, die vom ‚Kuponschneiden’ leben... Drittens ist Kapitalexport Parasitismus ins Quadrat erhoben. Viertens will das Finanzkapital nicht Freiheit, sondern Herrschaft. Politische Reaktion auf der ganzen Linie ist eine Eigenschaft des Imperialismus. Korruption, Bestechung im Riesenausmaß, Panamaskandale jeder Art. Fünftens verwandelt die Ausbeutung der unterdrückten Nationen, die untrennbar mit Annexionen verbunden ist, ... die ‚zivilisierte’ Welt immer mehr in einen Schmarotzer am Körper der nichtzivilisierten Völker...“ [2]

 

Die folgenden Bilder zeigen die Arbeiter einer Müllhalde in Guatemala (links) und den „grauen Alltag“ einer englischen Adelsfamilie (rechts):
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Arbeiter
Die allgemeine Krise des Kapitalismus hat viele Gesichter. Aber ohne Zweifel gehören die Unfähigkeit des Imperialismus, die qualitativen Seiten des Lebens zu meistern, seine Unfähigkeit dem Leben Sinn und Inhalt zu verleihen, zu den wichtigsten Merkmalen dieser Krise. Der Imperialismus von heute ist zwar reich an oft sehr teuren Waren, aber arm an Menschlichkeit. [3]

Quelle:
[1] Otto Reinhold/Karl-Heinz Stiemerling, Politische Ökonomie – geschrieben für die Jugend, Dietz Verlag 1985, S.37.
[2] W.I.Lenin: Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus. In: Werke, Bd. 23, S. 103/104.
[3] Otto Reinhold/Karl-Heinz Stiemerling, a.a.O. S.134.

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Veröffentlicht in DDR

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