Wahrnehmung - angeschaltet, abgeschaltet
Was kranichos in seinem opablog schreibt, wollt´ ich auch immer mal schon aufschreiben. Jetzt spar ich mir die Arbeit und verlinke einfach seinen Text:
http://opablog.twoday.net/stories/41784729/
Eine Bemerkung noch dazu:
Ich halte das für eine gesellschaftliche Krankheit ist, eine Art kollektives Alzheimer-Syndrom. Wir nehmen nichts mehr richtig ernst, nicht einmal das Leben unserer Kinder und nicht einmal das eigene. Die schnelle und flüchtige Aufgeregtheit bei Katastrophen, neuen Kriegen, irgendwelchen Skandalen, BLÖD und tagesschauheute also, ist wie Lebendigsein spielen, nachäffen. Es ist bloss ein Spiel, ein Als-ob, im nächsten Augenblick wieder vergessen, obwohl es sich doch oft um Dinge handelt, die vernünftige Menschen nicht vergessen dürften, bis sie geändert oder aus der Welt sind. Das ist, denke ich, ein Symptom von Sklaven-Daseinsweise. Man hat selber nichts in der Hand. Die Dinge kommen, wie sie kommen. Sachzwang. Freiheit verwandelt in die Geschicklichkeit beim Durchschlängeln, Anpassen, Überleben.
Es handelt sich wohl um die Agonie-Phase einer überlebten Gesellschaftsordnung, in der die Beherrschten nicht viel weniger verrückt sind als die Herrschenden. Die Götter müssen verrückt sein. Das ist ihre Daseinsweise. Die Beherrschten müssen nicht. Vernünftig können sie aber nur werden, wenn und indem sie ihre Götter erschlagen.