| Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Warnstreiks am Mittwoch fortgesetzt. Bis zum Mittag (14 Uhr) demonstrierten rund 60.000 Beschäftigte aus 380 Betrieben mit Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen für ihre Forderung. Für den Nachmittag und Abend sind weitere Warnstreikaktionen geplant. Seit Ende der Friedenspflicht haben sich bundesweit bereits rund 490.000 Beschäftigte aus 2.150 Betrieben an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt, teilte die IG Metall am Mittwoch mit. Ein Schwerpunkt der Warnstreiks lag in Nordrhein-Westfalen mit rund 29.000 Warnstreikenden aus 221 Betrieben. In Unna legten 3.000 Beschäftigte aus 30 Betrieben der Region die Arbeit nieder. In Paderborn folgten 2.000 Beschäftigte aus 20 Betrieben dem Aufruf der IG Metall. In Bochum traten 2.000 Beschäftigte von Opel und weiteren Betrieben in den Ausstand. Außerdem beteiligten sich Beschäftigte in Bielefeld, Dortmund, Lünen, Grevenbroich, Essen, Herford, und Herne an Warnstreiks und Kundgebungen. Im IG Metall-Bezirk Frankfurt nahmen über 12.000 Beschäftigte aus rund 50 Betrieben aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen an Arbeitsniederlegungen teil. Der Schwerpunkt lag mit 7.000 Warnstreikenden im Saarland. Allein in Homburg demonstrierten 5.000 Beschäftigte aus Homburger und anderen saarländischen Betrieben zu Beginn der vierten Verhandlung der Mittelgruppe für ihre Forderung. In Bayern legten über 6.300 Beschäftigte aus 22 Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder. In Dillingen (bei Augsburg) traten 1.500 Mitarbeiter von BSH und Same Deutz in den Ausstand. In Aschaffenburg legten 800 Beschäftigte (WIKA) und in Rosenheim 450 Arbeitnehmer (Kathrein, Krones, Ocè) die Arbeit nieder. In Baden-Württemberg beteiligten sich rund 6.000 Beschäftigte aus 51 Betrieben an vorübergehenden Arbeitsniederlegungen. Im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt folgten über 4.000 Arbeitnehmer aus 29 Betrieben dem Aufruf der IG Metall. In Hannover beteiligten sich 1.700 Beschäftigte aus neun Betrieben an einer Kundgebung. Weitere Warnstreiks gab es in Göttingen mit 1.600 und in Braunschweig mit 600 Warnstreikenden. Im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen legten bis zum Mittag rund 1.400 Beschäftigte aus sechs Betrieben die Arbeit nieder. Die IG Metall fordert Einkommenserhöhungen von 6,5 Prozent sowie mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit und die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten. Azubi-Streik in Aschaffenburg. Foto: Markus Brönner / flickr.com |