Wer zündelt denn da ?

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

In den USA soll ein Gebrauchtwagenhändler - nein, nicht Obama, einer, dessen Ruf noch nicht dermassen ramponiert ist - einen Drogendealer für die Ermordung des saudischen Botschafters angeheuert haben. Der Drogendealer war aber ein Drogenfahnder von der DEA. Das ist dem Gebrauchtwagenhändler nicht vorzuwerfen. (Nicht nur)  In den USA sind Drogendealer von Drogenfahndern schwer zu unterscheiden, zumal sie nicht selten personalidentisch sind. Vorzuwerfen ist aber dem Gebrauchtwagenhändler mit dem total ramponierten Ruf, dass er seinen Knallchargen dermassen schlampige Inszenierungen durchgehen lässt, für die er dann wieder den Kopf hinhalten muss. Obama: "Die Iraner waren´s, die islamistischen" - Das Publikum gröhlt. "Wieder mal ein echter Schenkelklopfer, Yeswecan ! Da capo !"

 

Da kann sich natürlich die (vorläufig) zweitbeste demokratische Supermacht nicht lumpen lassen. Zeitgleich lässt sie ganz viele gaaanz gefährliche Sprengsätze finden. Es findet sich auch ein Bekennerschreiben. - "Linksextremisten waren´s, linksextremistische !" Jaja. Und wie findig die Ordnungshüter doch sind ! Immer stolpern sie auf tausenden Quadratkilometern Bahngelände gerade auf den paar Quadratzentimetern, auf denen die Brandsätze liegen, eben über die. Man möchte es kaum glauben. Man muss auch nicht. Man muss nur extrapolieren, dass in den USA Drogenfahnder vonn Drogendealern schwer zu unterscheiden, ja häufig sogar personalidentisch sind.

 

Der Balcerowiak von junge welt glaubt auch wieder nix:

Wem nützt es?

DB-Insider äußern massive Zweifel an den Darstellungen der Behörden zu angeblich geplanten Brandanschlägen auf Bahnstrecken

Von Rainer Balcerowiak
Am Donnerstag wurde bereits der 17. Brandsatz an Bahnanlagen in
Am Donnerstag wurde bereits der 17. Brandsatz an Bahnanlagen in Berlin und Brandenburg binnen fünf Tagen gefunden. Die Hintergründe der Serie bleiben mysteriös
 
Nachdem am Montag auf der Bahnstrecke von Berlin nach Hamburg Signalkabel durch einen Brandanschlag beschädigt wurden, sind bis Donnerstag mittag in Berlin und dem Umland angeblich 16 weitere weitgehend baugleiche Brandsätze an Bahnanlagen gefunden worden. Allerdings funktionierte der Zündmechanismus nur im ersten Fall. Bei einem am Mittwoch gefundenen Brandsatz in Staaken, bei dem es ursprünglich hieß, er sei an der Strecke explodiert, räumten die Ermittlungsbehörden mittlerweile ein, daß dieser schon wesentlich früher und möglicherweise an einem anderen Ort abgebrannt sei. Die Funde seien auf die intensivierten Sicherheitskontrollen an Bahnanlagen zurückzuführen, so Polizei und DB-AG-Sprecher. Man gehe davon aus, daß in den kommenden Tagen weitere Brandsätze entdeckt würden.

DB-Insider äußerten gegenüber jW massive Zweifel an dieser Darstellung. Das nach dem Brand am Montag angekündigte großflächige Absuchen von Bahnanlagen sei aufgrund der Größe des Netzes überhaupt nicht möglich und habe nach Beobachtung von Mitarbeitern auf vielen Strecken überhaupt nicht stattgefunden, wurde berichtet. Daß unter diesen Umständen 16 Brandsätze gefunden wurden, sei ein »kaum noch nachvollziehbarer Zufall«, weil es sich faktisch um die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen gehandelt habe. Da Streckenläufer der Bahn und Polizisten gezielt zu bestimmten Streckenabschnitten oder Infrastrukturanlagen geschickt würden, deuteten die Brandflaschenfunde »auf hellseherische Fähigkeiten der Einsatzleiter« in bezug auf mögliche Brandbombenfunde hin, hieß es weiter.

Auch der vermeintliche Dilettantismus der Täter ist für Insider nicht nachvollziehbar. Nach ersten Behördenangaben habe in den meisten Fällen einsetzender Regen die Auslösung des Zündmechanismus verhindert bzw. den Vorgang unterbrochen. An mehreren Fundorten, z.B. im Eingangsbereich des Nord-Süd-Tunnels, hätten die Brandsätze aber problemlos regenwassergeschützt deponiert werden können. Doch auch dort, wo die gefundenen Behältnisse nicht feucht werden konnten, versagte – abgesehen vom ersten Brandsatz am Montag – der Zünder. Die Bundesanwaltschaft wollte sich am Donnerstag nicht zu diesen Fragen äußern. Man müsse die sichergestellten Brandsätze zunächst umfassend untersuchen, hieß es auf jW-Nachfrage. Und zu den Prioritäten beim Einsatz von Streckensicherungskräften werde man sich »aus ermittlungstaktischen Gründen« ebensowenig äußern wie zu bisherigen Erkenntnissen über die möglichen Täter.

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gab sich gegenüber der Tageszeitung BZ (Donnerstagausgabe) etwas gesprächiger. Die Täter seien »keine große, organisierte, sondern eine kleine linksextremistische Gruppe, deren Aktivitäten von der linksextremistischen Szene überwiegend abgelehnt werden«, so Körting. Offensichtlich verfügten die Täter aber über Fachwissen: »Sie waren sachkundig, kannten sich auf den Bahnanlagen aus, wußten genau, wo sie die Brandsätze deponieren mußten, um im Falle einer Zündung eine erhebliche Gefährdung des Bahnverkehrs zu erreichen.« Doch zu der Frage, ob die Brandsätze abgesehen vom ersten überhaupt zündfähig gewesen seien, wollte sich der Senator nicht äußern. Auch dies sind nach Einschätzung von Insidern bemerkenswerte Aussagen. Denn wer – außer Bahn-Mitarbeitern und Sicherheitsexperten– könnte ein derartiges Fachwissen haben. Man wolle keine Verschwörungstheorien aufstellen, hieß es gegenüber jW. Doch die »Brandbombenserie« weise sehr viele Ungereimtheiten auf. Zu denen gehöre auch, daß interessierte Politiker und »Verfassungsschützer« in Deutschland sofort vor einer »neuen linksterroristischen Gefahr« warnten und erweiterte Befugnisse für die Sicherheitsbehörden forderten. So weit geht bislang aber nicht einmal die Bundesanwaltschaft. Sie ermittelt nicht wegen terroristischer Straftaten, sondern wegen des »Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage«.
 
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Veröffentlicht in Merkwuerdiges

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T
<br /> <br /> "Es geht hier allein und ausschliesslich um Provokation, egal, ob eine Handvoll Wirrköpfe blöd genug sind, sowas zu machen oder ..."<br /> <br /> <br /> Oh, ich vergaß, "die Partei" ist das eigent-liche Subjekt der Weltgeschichte und sie hat immer Recht. Was sieht sie für Wirrköpfe vor? Psychiatrische Behandlung?<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> Nein, Tom, den Schuh zieh ich mir nicht an. Die kommunistischen Parteien machen genug Fehler. Es geht hier nicht um kommunistische Rechthaberei, sondern um ein Phänomen, das immer und mit<br /> absoluter Sicherheit "auftaucht", wenn die Herrschaft fürchtet, Kritik an ihr könne die Massen ergreifen - individueller Terror, scheinradikale "Kampfformen", die keine Massenbasis haben, sondern<br /> geeignet sind, vom wirklichen Feind abzulenken. Das ist natürlich ein gewöhnliches Herrschaftsmittel, nichts anderes. Wenn Leute sowas "freiwillig" machen, nenne ich sie Wirrköpfe. Das ist<br /> übrigens kein ausschliessender Vorwurf. Wirre Köpfe können klarer werden.<br /> <br /> <br /> <br />
T
<br /> <br /> Widerrede.<br /> Es ist getrost anzunehmen, daß der erfolgreiche Sabotageakt von den Schlapphüten ergänzt worden ist, dafür spricht just Körtings (politisches!) Fazit:<br /> "Die Täter seien »keine große, organisierte, sondern eine kleine linksextremistische Gruppe, deren Aktivitäten von der linksextremistischen Szene überwiegend<br /> abgelehnt werden«, so Körting."<br /> <br /> <br /> Doch eben deshalb ist es voll daneben, die staatspolizeilichen Provokationen zu skandalisieren! Denn, wie auf Indymedia et al bestens zu studieren,<br /> stimmt Körtings Diagnose zur Aufnahme der Aktion und des Bekennerschreibens in iwie oppositionellen Kreisen in beklagenswertem Umfang und somit reiht sich Dein & der jW<br /> Artikel, nahtlos in den kleinbürgerlich - moralischen Diskurs ein, der übrigens ebenfalls von einer Riege Lohnschreiber im Dienste der LKA's angeheizt wird. "Crying wolf" ist der englische<br /> terminus für dies gegen die demokratische Öffentlichkeit opportunistische Verfahren,  eine deutsche Entsprechung fällt mir grad nicht ein. Es sollte in Kreisen, die "iwie" auf politischen<br /> Widerstand sinnen, zu den Selbstverständlichkeiten zählen, daß sie sich strategische, taktische, und von mir aus - wenns denn sein muß - auch moralische<br /> Debatten über anzuwendende Mittel und Aktionsformen nicht aus der Hand nehmen lassen und sie intern führen, statt sie vom bürgerlichen Diskurs der Macht usurpieren zu lassen, und noch eigenhändig<br /> in ihn zu inserieren !<br /> <br /> <br /> Gruß, Tom<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> Hallo Tom.<br /> <br /> <br /> Hier sind, finde ich, die Mittel des Widerstands gegen die Herrschaft überhaupt nicht das Thema. Unter den gegebenen Verhältnissen auch nur daran zu denken, dazu könnten Brandflaschen gehören,<br /> ist lächerlich. Es geht hier allein und ausschliesslich um Provokation, egal, ob eine Handvoll Wirrköpfe blöd genug sind, sowas zu machen oder ob die zuständigen Staatsdienste es selber machen,<br /> in Ermangelung von Wirrköpfen. (Die Kombination 1 Spitzel plus ein halbes Dutzend Wirrköpfe ist auch nicht eben selten.)<br /> <br /> <br /> <br />