Die Betriebskampfgruppen in der DDR

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

In zugespitzten Situationen ist es im Klassenkampf in Deutschland des öfteren auch auch zu militärischen Auseinandersetzungen gekommen. Schon in der Revolution von 1848, als es noch um die Durchsetzung der bürgerlichen Republik gegen die Feudalherrschaft ging, spielten Arbeiterabteilungen eine Rolle und Friedrich Engels diente als Offizier bei den republikanischen Kräften. Nach dem I. Weltkrieg bildeten sich Arbeiter- und Soldatenräte, und in den Jahren nach 1918 kämpften Arbeitermilizen gegen die Reaktion. Die deutschen Abteilungen der Internationalen Brigaden halfen den Verteidigern der Republik gegen die Franco-Putschisten.

 

In dieser Tradition stehen die Betriebskampfgruppen in der DDR. Prof. Dr. Eckhard Trümpler gibt in einem bei ddr-kabinett-bochum http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.de/  erschienenen Artikel einen Überblick über ihre Geschichte.

 

Hier der Link zu dem Artikel:

 

http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.de/2012/06/in-den-traditionen-der-deutschen.html

Veröffentlicht in DDR

Kommentiere diesen Post

gunther 06/30/2012 15:07


1. Mein Problem ist ja nur, dass ich vom Gefühl mit diesen "Kampfbegriffen" als DDR-Bürger einige wesentliche Probleme habe, da brauche ich Zeit... Aber grundsätzlich stimme ich Ihrer Aussage
sogar zu.


2. Die beiden deutschen Staaten waren das Ergebnis des 2. Weltkrieges, auf dem jeweiligen Territorium sind zwei völlig verschiedene Staaten, mit unterschiedlichen Gesellschaftssystemen
entstanden. Im kap. Zentrum nahm die Produktivkraftentwicklung mit dem Marshallplan der USA seinen Anfang, während in der DDR u.a. einige Industrieanlagen abgebaut wurden und die industrielle
Entwicklung ostwärts schon immer weniger weit entwickelt war. Auch durch diesen erheblichen Vorteil, konnte der Kap. in D viel schneller nicht nur wesentliche Profite generieren, sondern hat
schon immer auch die Entwicklungsländer ökonomisch ausgesaugt. Die Profite aus dieser Ausbeutung landeten freilich auf den Konten der Banken in den Industriezentren und kamen dort wieder in
anderen profitablen Geschäften in den Kreislauf. Dadurch war es für die BRD auch so "einfach" und schnell eine Konsummatrix zu generieren, die durch die Technologisierung immer weiterer Teile der
Ökonomie noch mehr Profite, aber auch höhere Löhne für die lohnabhängig Beschäftigten bewirkten.


Die DDR jedoch litt unter einem erzwungenen Formationswechsel, der dem Bürger, aus dem Faschismus kommend, schwerer zu vermitteln war. Dennoch klang auch im Ahlener Programm der CDU an, dass ein
alternativer Weg durchaus machbar und auch wünschenswert war. Grundsätzlich sind die entstandenen Ressourcen in der DDR-Ökonomie der Gesellschaft zur Verfügung gestellt worden, das war
revolutionär. Solidarität ist nicht nur propagiert worden, sondern auch im Form von Aufbauarbeit in Kuba und Nicaragua geleistet worden. Aber durch den Mangel am Technisierungsgrad der Wirtschaft
im Allgemeinen, konnte der nötige Mehrwert nur teilweise generiert werden. Das Land hinkte hinterher. Die Hochrüstung kam den Soz. Staaten nun absolut nicht zu gute, denn auch die SU litt unter
massiven Kriegszerstörungen. Weitere Ausführungen spare ich mir, denn das weiß man... 


Diese beiden völlig verschiedenen Systeme, dann auch noch eine Nation teilend, die eine unterstützt, die andere zerstört, führte zu den Disproportionen in der sich entwickelnden Gesellschaften.
Und dadurch entstand das Problem mit dem Ausbluten der DDR. Die Regierung der DDR hat vom Klassenstandpunkt die Grenze geschlossen, aber vom Klassenstandpunkt der gleichsam immer ein Interesse
darstellt, kann der Bürger eben einen anderen haben. Es wäre wiedernatürlich, wenn es nicht so wäre. An dieser heißen Grenze, zwischen hochentwickeltem Kap. und ein sich im Aufbau und ohne große
Erfahrung befindlicher Soz. hatte es per se schwer. Der Wiederspruch zwischen den Interessen des Staates samt der Interessen der DDR-Bürger war beim Thema Mauerbau so nicht zu lösen!


Es ist natürlich traurig, dass die Macht des Geldes siegte. Die Veränderungen der ehemaligen DDR-Bürger mit ihrer früher gelebten Solidarität ist durch Konsumdenken und Individualismus ersetzt
worden.


Nur: Meine Kritik an der DDR bleibt bestehen, es ändert sich nichts.


 


Nur ein Bürger.

Sepp Aigner 06/30/2012 16:30



Ich wünschte, Ihr Standpunkt wäre für die bundesdeutschen Bürger von heute ("hüben und drüben") typisch. Dann wäre dieses Land politisch ein gutes Stück weiter und weniger nah an Expansion und
Kriegführen.



gunther 06/30/2012 10:57


Zum Schluss mal eine Frage:


 


1. Wenn ich also durch meine Kritik, ein "Linker" bin, weil ich eklatante Missstände völlig zu Recht kommuniziere und die DDR-Regierungen nicht souverän waren um nötige Veränderungen
herbeizuführen, die DDR deshalb nur de-legitimiere, stellt sich mir eine Frage.


 


Wenn die KP Kubas so souverän mit ihren eigenen Fehlern umgeht, weil es in Kuba so nicht weitergehen kann, um dann Volksbefragungen durchzuführen - an denen sich ca. 5 Millionen Bürger beteiligt
haben - was sind dann diese 5 Millionen?  Die KP Kubas hat somit ihre kommunistische Bündnisfähigkeit beansprucht, hat schwerwiegende Fehler eingeräumt und analysiert um Veränderungen auch
von oben durchzusetzen, damit die Revolution zu neuem Leben erweckt wird. Nach eurer gemeinsamen Schnittmenge sind die Vorschläge aus dem Volk Konterrevolutionäre! Ob mit "feiner Klinge" oder
sonst was... Das ist doch einfach Quatsch!


 


Was ist denn der Unterschied? ;-(((


 


 


2. Wenn man vom Klassenstandpunkt für die Kampftruppen der Arbeiterklasse ist, dann ist man nicht unbedingt Stalinist. In Kuba gibt es Volksmilizen. 100.000 Kalaschnikows sind im Volk verteilt,
das macht bei der asymetrischen Kriegsführung Sinn. Zumal es dort von den Amis auch Vergiftungen von Tiefbrunnen gegeben hat, danach brach eine plötzliche Epedimie aus. Das Volk hat einen
Anspruch auf Sicherheit. Das führt übrigens auch zu dem Spitzelgesetz, denn jeder Kubaner ist verpflichtet Meldung zu erstatten. Im k. Film "Erdbeer und Schokolade" gibt es eine Kostprobe der
Überstrapazierung dieses Gesetzes zu sehen.


 


Nur: Die Kampftruppen haben an der Grenzschließung teilgenommen und deshalb sind sie mit Hohn und Spott aus den Volk begrüßt worden. Das war auch ein Klassenstandpunkt. Die Geschichte der DDR war
eben erzwungen. Sie hat als Notlösung die Grenzen schließen müssen um existieren zu können, während der "Wende" wurde sie dann geöffnet um den eventuellen Fortbestand nicht zu verspielen. Aber
man muss diese Entscheidungen historisch betrachten wie es die Marxisten machen...


 


3. Oder bin ich deshalb ein "Linker", weil ich die gleiche Sprache spreche, wie all diese Antikommunisten? Die Sprache allein kann hierbei sehr täuschen, der Zweck ist doch entscheidend!


 


P.S.: Das Herr Aigner auch mal unter "Gefühlswallungen" leidet freut mich ja, amüsant. Aber dafür bekommt man einen nachvollziehbaren Klassenstandpunkt.

Sepp Aigner 06/30/2012 12:05



Welchen Charakter Kritik hat, lässt sich einfachnicht pauschal beantworten. Es kommt natürlich auf den Inhalt, den Kontext und auf die Motive der Kritiker an. Ich finde auch, dass
Kritik/Selbstkritik in Kuba viel besser entwickelt ist, als das in der DDR der Fall war. Wenn ich die DDR verteidige, dann nicht deswegen, weil ich meinen würde, dort wäre alles ganz toll
gewesen. Ich verteidige sie deswegen, weil sie ein Stück Geschichte der Arbeiterbewegung ist und weil sie "trotz alledem" das Beste ist, was die deutsche Geschichte hervorgebracht hat. 



antagonistica84 06/30/2012 02:41


Diese Eingreiftruppe war einfach nur peinlich und wurde bei jeder Maidemonstration einfach


nur ausgebuht und verlacht.Herr Aigner wenn man Null-Ahnung von der DDR hat,sollte man


schweigen.Ich habe inside informations of the GDR-so what-die DKP ist weiterhin geneigt


Fakes zu verbreiten.Du bist ein unverbesserlicher Stalinist

Sepp Aigner 06/30/2012 10:07



Die US-Gis haben nicht gelacht, als Einheiten der Betriebskampfgruppen bei der Sicherung der Grenze 1961 in der vordersten Reihe standen. Wenn Du mich darüberaufklären willst, dass es in der DDR
einen Haufen Antikommunisten gegeben hat - das weiss ich schon. Denen gebe ich, bloss weil sie viele sind, genau so wenig recht wie 20 Millionen CDU-Wählern, von denen die meisten eine Partei
wählen, die nicht für, sondern gegen ihre Interessen steht. Ich erinnere mich gut an die TV-Bilder nach der Konterrevolution, auf denen gezeigt wurde, wie diese Sorte DDR-Bürger wegen eines
DM-Lappens Schlange standen. Das fand ich selbstentwürdigend und ekelerregend. Klar haben solche Leute die Betriebskampfgruppen verlacht und sie ausgebuht. Und jetzt lesen sie BLÖD, weil sie doch
endlich frei sind, und für viele besteht diese Freiheit im Bezug von Hartz IV. Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen, aber ich muss ja nicht auch noch davor niederknieen.


"Stalinist" bin ich übrigens nicht, aber allerdings ist mir Stalin am Arsch lieber ale eine Merkel oder en Obama im Gesicht.



gunther 06/29/2012 09:28


Die STAASI und viele andere Organe sowie weitere Organisationen waren den DDR-Bürgern verhasst. Punkt.


Zufall oder Fügung. Ihre Arroganz ist Ihr Image.


So, ich will den Blog von Herrn Aigner nicht für meine "Gefühlswallungen" missbrauchen, aber Sie scheinen ein Hartnäckiger zu sein. Wozu eigentlich diese private Konversation? Denken Sie doch was
Sie wollen... Ich werde nicht mehr antworten.

Inson 06/29/2012 08:53


O Gunter, das war ja ein toller Trick! Sie sollten sich als Schdaaaasijäger bewerben. Raffiniert!


Also, wenn Sie diesen mehr als schlechten Versuch, ihrem Schreibdurchfall nachträglich irgendeinen Sinn zu verleihen, ernst meinen, dann können Sie sich meines Mitleids sicher sein. Andererseits
finde ich Ihre unfreiwillige Komik dabei schon amüsant. Vielleicht wäre es für Sie und die geneigten Blogleser aber hilfreicher wenn Sie gleich zur Sache kommen. Ihre Pamphlete gegen die DDR
haben wir nun schon alle lesen müssen und Ihre kümmerlichen Varianten machen die Sache auch nicht besser. Mein Tipp, wenn Sie nicht mehr weiter wissen einfach "STAAASII" schreiben. Damit kann man
in der einschlägigen Presse sogar Geld verdienen. Gunter, wie wärs?