Einheit der lateinamerikanischen Linken: Das Forum von Sao Paulo tagte in Quito

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Einheit der Linken: Forum von Sao Paulo tagte in Quito  |  

 

 
Geschrieben von: Modaira Rubio, Barinas
Dienstag, den 22. Januar 2013 um 10:19 Uhr

Che GuevaraNicht weniger als 28 politische Organisationen aus 14 Ländern Lateinamerikas kamen Ende vergangener Woche in Quito zum Treffen der Arbeitsgruppe des Forums von Sao Paulo zusammen. Der Ort dieser Zusammenkunft des größten Bündnisses linker Parteien und Bewegungen des Kontinents war nicht zufällig gewählt worden: Im Februar wählt Ecuador seinen nächsten Präsidenten, und die Sitzung war auch eine Solidaritätsdemonstration für Amtsinhaber Rafael Correa sowie die auch in anderen Ländern in Angriff genommenen Prozesse zur Befreiung der Völker.

 

Das Forum von Sao Paulo, dessen Namen auf die erste Zusammenkunft Anfang der 90er Jahre in der brasilianischen Metropole zurückgeht, hat sich zu einem Raum für fortschrittliche Regierungen und Bewegungen Lateinamerikas entwickelt, um gemeinsam den Angriffen der Rechten und der US-Administration zu begegnen. So verabschiedete das Forum auch diesmal Erklärungen zur Solidarität mit der von Correa in Ecuador angeführten „Bürgerrevolution“, Glückwünsche zum 54. Jahrestag der Kubanischen Revolution sowie ein Dokument zur Unterstützung der Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen FARC-Guerilla und der Regierung in Bogotá. Auch die imperialistische Aggression gegen die Regierung Syriens wurde scharf verurteilt.

Mit Blick auf die Lage in Venezuela bekräftigte das Forum seine Solidarität mit dem von Präsident Hugo Chávez geführten Veränderungsprozeß und unterstützte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Caracas, der die Rechtmäßigkeit der während der Erkrankung des Staatschefs von Vizepräsident Nicolás Maduro geführten Regierung anerkannt hatte. Dabei begrüßten die in Quito zusammengekommenen Vertreter aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Nicaragua, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela auch die Bereitschaft des venezolanischen Volkes, die verfassungsmäßige Ordnung gegen die Manöver der Rechten zu verteidigen.

Als neues Vollmitglied nahm das Forum die Marcha Patriótica aus Kolumbien auf. Deren Vertreterin, die Menschenrechtsaktivistin und frühere Senatorin Piedad Córdoba, begrüßte die Entscheidung. Wenige Tage nach einem Überfall von Neonazis auf Mitglieder der Marcha, bei dem ein Jugendlicher schwer verletzt worden war, sei dies ein wichtiger Ausdruck der Solidarität.

Für Carolus Wimmer, der als internationaler Sekretär der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) nach Quito gereist war, zeigen die Ergebnisse des Forums, daß die Linke in Lateinamerika und der Karibik stärker wird. Vor allem die Veränderungen im Kräfteverhältnis zwischen dem US-Imperialismus und den fortschrittlichen Bewegungen der Region seien bedeutsam. „Die Erkrankung des Comandante Chávez hat sowohl die Linke wie auch die Rechte in Lateinamerika bewegt. Wir erleben einen Augenblick, in dem Teile der Bourgeoisie und der Oligarchie mit Unterstützung aus Washington glauben, daß die Linke geschwächt sei. Deshalb versuchen sie, die sozialen Bewegungen, fortschrittlichen Organisationen und die kommunistischen und Arbeiterparteien zu destabilisieren. Diese beweisen jedoch täglich ihre feste Einheit zur Verteidigung der erreichten Errungenschaften.“ Ebenfalls aus Venezuela angereist waren Rodrigo Cabezas und Roy Daza für die Vereinte Sozialistische Partei (PSUV) sowie der Generalsekretär der Partei Heimatland für alle (PPT), Rafael Uzcátegui.

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