"Privatisierung" bedeutet Hundeleben für die Arbeitenden

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Mit der Privatisierung von Staatskonzernen werde alles besser, hiess es einmal. Die einzigen, für die das zutrifft, sind die Couponschneider. Sie brauchen die Arbeit ja nicht zu machen. Für Beschäftigte wie Kunden ist aber nichts besser geworden. Die Leistungen sind teuerer, und für die Beschäftigten z. B. bei der Post wird der Arbeitsdruck bis an die Grenzen des Möglichen gesteigert. Das ist das Ergebnis dessen, was die Anbeter des "freien Marktes" Reformen nennen. "Reform" in ihrem Sinn bedeutet ein Hundeleben für die Arbeitenden.

 

Hier ein SPIEGEL-Artikel über die Arbeitsbedingungen der Postzusteller:

 

http://wirtschaft.t-online.de/postboten-leiden-an-ueberarbeitung/id_61388304/index

Veröffentlicht in Deutschland

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gkb 01/24/2013 00:07


Vielleicht müsstest du mal in heutigen Zeiten für eine Genossenschaft, ein öffentlich-rechtliches Unternehmen oder eine Kommune arbeiten, um zu sehen, dass die Arbeitsbedingungen nichts mit den
formalen Eigentumsverhältnissen zu tun haben - sondern mit dem identischen Wofür der jeweiligen Arbeit.

gkb 01/23/2013 16:46


Ich kenne ein Synonym für Privatisierung: Genossenschaft.

Sepp Aigner 01/23/2013 19:45



Versteh ichnicht. Wieso ist das ein Synonym ? Von den heutigen Privatisierungen z.B. kommunaler Dienstleistungen wird (so gut wie ?) nichts in genossenschaftlicher Form weiterbetrieben und die
grossen privatisierten Staatskonzerne schongleich gar nicht ?



kucaf 01/23/2013 14:24


 


Hallo Sepp,


ist nicht einfach, mit dem Thema Privatisierung, es gibt genügend Menschen, welche in einer solchen die Lösung aller
möglichen Probleme sehen und nicht die Ursachen der selben. Kommunen privatisieren unter Umständen alles was möglich und somit ist es es wert auch den Blick einmal dahin zu wenden und nicht nur
auf die „großen“ Privatisierungen zu schauen. Quedlinburg ist zum Beispiel gerade dabei, das Krematorium, eigentlich ohne jede Not und das Kurzentrum in Bad Suderode zu privatisieren. Letzteres
wurde schon als Subventionsmaschine errichtet, wobei die Subventionen bislang der regionalen Wirtschaft zu gute kamen. Nun wird um einen größeren Investor geworben und um für diesen frei Bahn zu
schaffen, wurde die Schließung des Kurzentrums zur Mitte diesen Jahres beschlossen. So können die Mitarbeiter gekündigt und müssen so vom Investor nicht zu den bestehenden Konditionen übernommen
werden. Das schlimme daran ist, dass sich dessen die Mitarbeiter anscheinend nicht einmal bewusst sind. Oder den Meisten ist es egal, Hauptsache Arbeit, egal zu welchen Konditionen, egal unter
welchen Bedingungen. Einiges hatte ich dazu geschrieben und auch eine Ode an den Investor!

Sepp Aigner 01/23/2013 19:42



Ja, ich hab Deine Einträge zu dem Thema verfolgt. Das ist wirklich ein gutes Beispiel. Zum Teil rechnet sich das auch für niemanden, für die Kommunen schon gleich gar nicht. Zum teil ist das
Ideologie pur . z.B. das Cross Border Leasing, bei sem sich (auch groose) Kommunen von irgendwelchen Schlawinern haben übertölpeln lassen (oder geschmiert worden sind).