DDR - Staatsdichter

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Der Staat will deinen Schaden

nur./ Er moege saeuseln oder

toben,/ Er bleibt dein Gegner

von Natur./ Der Feind steht

oben./ Regierung,

Parlament,/ Justiz, die drei

Gewalten./ Sind, was man

Diebstahl nennt/ in drei

Gestalten.

Dieses Gedicht hat Peter Hacks gereimt. Er ist einer der grossen deutschsprachigen  Autoren in der zweiten Haelfte des 20. Jahrhunderts. Selbst im FAZ-Feuilleton kommt man nicht darum herum, ihn (anlaesslich seines 5. Todestags) zu wuerdigen: " Staatsdichter der DDR, hinreissender Denker, grosser Demagoge und vollendeter Poet." So klingt eine Wuerdigung, wenn an einem Menschen nicht vorbeizukommen ist, er aber dummerweise auf der "anderen Seite" steht - suess-sauer.

 

Peter Hacks wurde 1928 in Breslau geboren. Er studierte in Muenchen Soziologie, Philosophie und Literatur- und Theaterwissenschaften. 1955 uebersiedelte er in die DDR. Er wurde Mitglied im Ensemble Bert Brechts. Ab 1960 war er Dramaturg am Deutschen Theater. Ab 1963 arbeitete er als freier Schriftsteller. Er starb 2003.

 

Der Nachlass ist im Eulenspiegel Verlag erschienen. Seine Buecher koennen ueber buecher.de bezogen werden.

 

(nach: www. perlentaucher.de, FAZnet, secarts)

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Veröffentlicht in Kultur und Gesellschaft

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