Konzert Frieden ohne Grenzen

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Gestern gab es in Havanna auf den Platz der Revolution ein spektakulaeres Konzert. Hauptprotagonist war Juanes. Neben ihm standen der spanische Liedermacher Bose und andere weltbekannte Kuenstler. Die Zeitung der kubanischen KP Granma beziffert in ihrer heutigen Ausgabe die Zahl der Besucher auf 1 150 000. Sie beschreibt die Stimmung als ueberschwenglich begeistert.

Juanes stammt aus Kolumbien und lebt in den USA. Das Konzert auf Kuba war das zweite unter dem Motto Frieden ohne Grenzen. Das erste hatte er an der venezolanisch-kolumbianischen Grenze gegeben, ebenfalls zusammen mit Bose. Auf beiden Seiten der Grenze hatten Hunderttausende teilgenommen.

In der spanischsprachigen Welt war das Konzert auf Kuba seit Wochen ein auch politisches Thema. Die exil-kubanische Mafia in Florida hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um auf Juanes Druck zu machen und seinen Auftritt auf Kuba zu verhindern. Juanes und Bose erhielten Morddrohungen und wurden wuest beschimpft. Vor seinem Haus in den USA wurde Juanes angepoebelt und mit Schlaegen bedroht. Die Bemuehungen der "Freiheitshelden" haben aber nichts bewirkt - ausser, dass sie sich selbst noch mehr diskrediert haben. Die nachgewachsenen Generationen der Exilkubaner in Florida haben die alten Radikalinskis und Terroristen selber zunehmend satt. Bei dem Angriff auf Juanes vor seinem Haus war es ein junger Mann kubanischer Abstammung, der ihn gegen die Schlaeger verteidigte.


Einen live-Mitschnitt gibt es unter http://www.yahoo-pazsinfronteras.com/
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Veröffentlicht in Kuba

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S
<br /> Nachtrag fuer name:<br /> Die PCPE (KP der Voelker Spaniens) hat heute ein Video ins Netzt gestellt, das nachzeichnet, was vor dem Konzert wirklich passiert ist und wie dies von westlichen Medien fuer propagandistische<br /> Zwecke manipuliert wurde. (Ich kann leider nicht verlinken, und es ist ohnehin auf Spanisch, natuerlich.) In Spanien ging die Montage durch alle TV-Sender und die Presse. Wie in solchen<br /> Faellen oft, war die Zeitung El Pais ein Hauptreiber. Das ist eigentlich ein linksliberales Blatt. Aber es gibt wohl eine connection mit dem US-TV CNN. Jedenfall ist El Pais geradezu darauf<br /> spezialisiert, alles, was es in Lateinamerika an Linksentwicklung gibt, in den Dreck zu ziehen. Zum Beispiel ist die FARC fuer die nur die "Drogen-Guerilla". Ich nehme an, dass El Pais hier eine<br /> spezielle Funktion hat: ihre liberale und sozialdmokratische Leserschaft auf Feindschaft gegenueber der lateinamerikanischen Linken zu trimmen.<br /> <br /> <br />
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N
<br /> Das ist hier die Frage, ich kenne die inneren Verhältnisse Kubas nicht.<br /> <br /> Ich schrieb nichts von besoffenen Konzertteilnehmern, das ist vor dem Konzert in den USA im Radio gesagt worden, von eben einem Künstler des späteren Friedenskonzertes.<br /> <br /> <br />
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N
<br /> <br /> Dort wurde aber auch "Stand up for your rights" gesungen, das dürfte nicht so gut angekommen sein. Juanes ist von der Regierung gesagt worden, er solle sich nicht politisch äußern, zumindest<br /> steht das in der Berliner Zeitung. Einer von den Künstlern hat auch die Inhaftierung eines Kubaners kritisiert, weil der im angetrunkenen Zustand sagte, dass man in Kuba hungert. Aha, Knast für<br /> eine solche Äußerung? Das behauptet keine NGO oder sonstwer, naja ... Der Frieden ...<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> Wieso soll "Stand up for your rights" nicht gut angekommen sein ? Das machen die Kubaner doch jeden Tag, wenn auch nicht so, wie man das im Westen gern haette.<br /> <br /> Zu besoffenen Konzertteilnehmern weiss ich nichts, wer auch immer da was behauptet. Was die Kunestlker betrifft, sind das natuerlich keine Kommunisten und werden deshalb auch keine kommunistischen<br /> Ansichten ueber Kuba haben. Politischer Druck auf sie ging ja wohl mehr von gewissen westlichen Kreisen aus als von der kuanischen Regierung. Letztere hat ihnen jedenfalls nicht mit Mord gedroht.<br /> <br /> <br />