Kommunistische Partei ?
Auf dem Roten Blog hat sich in den letzten Tagen eine Diskussion entsponnen, bei der es um das Wie und Warum einer kommunistischen Partei geht. Der Anlass war zufaellig. Das Parteiblatt einer kleinen Organisation, die aus der SED hervorgegangen ist und sich KPD nennt, hatte einen Artikel ihres Chefredakteurs gebracht, in dem hanebuechene und den Nazis Vorschub leistende Behauptungen ueber Rolle "juedischen" Kapitals in den 1930er Jahren aufgestellt wurden, die allen marxistischen Analysen widersprechen. Auf diesen faux pas - es handelt sich hoffentlich nicht um Schlimeres - gab es zunaecht heftige Reaktionen. Die Diskussion schweifte aber bald auf ein anderes Thema ab: die moegliche oder gewuenschte Rolle einer kommunistischen Partei, die innere Zerstrittenheit und organisatorischen Spaltungen derjenigen, die sich in Deutschland selbst noch fuer Kommunisten halten, die "alte" (immer noch verbotene) KPD, die DKP usw. .
Das Thema ist sicher nicht jedermanns Sache. Meine ist es schon, und ich habe mich daher an der Diskussion auch beteiligt. Aus dem selben Grund moechte ich hier wenigstens auf die Diskussion aufmerksam machen. Vielleicht mag ja der eine oder die andere mal reinschnuppern: http://www.woschod.de/2009/09/29/die-kpd-das-juedische-finanzkapital-der-ackermann-und-die-kpdb/#comment-11775
Nachverfolgt kann diese Diskussion auch auf dem Blog Was so bewegt werden, die in diesem hier auf der Liste der empohlenen Blogs steht (rechte Leiste, Interessante Blogs)
Update:
Eine Leserin hat mich darauf hingewiesen, dass besagte KPD sich von dem Artikel in ihrem Zentralorgan Rote Fahne ausdruecklich distanziert hat. Ich habe das in obigem Text nicht erwaehnt, haette es aber fairerweise tun sollen - was hiermit geschehen ist.