Arbeitsemigration aus Polen
"Freier Austausch von Menschen und Meinungen" gab der ehemalige deutsche Kanzler Kohl als Parole aus, als es darum ging, die sozialistischen Staaten zu knacken. Freier Austausch von Meinungen hörte sich gut an. Dass der freie Austausch von Menschen etwas Menschenverachtendes an sich hat, wurde im damaligen Rausch kaum bemerkt. Die Meinungen - geschenkt. Meint halt, was ihr wollt, oder lasst es bleiben. Aber freier Austausch von Menschen - das ist immer noch aktuell. Allerdings haben sich die Bewertungen dieser demokratischen Errungenschaft verändert. Die Kohl-Wähler von damals, denen die "Öffnung des Eisernen Vorhangs" gar nicht schnell genug gehen konnte, greinen seitdem über den Zuzug aus Osteuropa. Und die Osteuropäer, die sich zum Kloputzen und Tellerwaschen - ganz ohne Millionärsperspektive - frei nach Westeuropa austauschen dürfen, sind inzwischen auch einigermassen ernüchtert.
Über die Stimmung in Polen angesichts der bevorstehenden volleb Freizügigkeit polnischer Arbeitskräfte in der EU informiert der folgende Text:
http://www.infoseite-polen.de/newslog/?p=4243