Bundeswehr: Next Exit Pakistan ?
In der heutigen FAZ steht ein Artikel, der Aufschluss darueber gibt, wie es in Afghanistan und in der Region, den Zbigniew Brzezinksi den "Balkan des Mittlereren Ostens" nennt, weitergehen soll, wenn es nach den deutschen Kriegstreibern geht: Als naechste Station ist Pakistan ins Auge gefasst.
Den FAZ-Text durfte ein Quisling schreiben, ein gewisser Rangin Spanta, "Sicherheitsberater von Praesident Karzai". Wozu hat man schliesslich seine Eingeborenen, die muessen halt die Drecksarbeit machen. Der deutsche Kriegsminister und die Kriegspostille FAZ haben damit natuerlich gar nichts zu tun. Schliesslich herrscht in Deutschland Meinungsfreiheit, und da darf der gewisse Rangin Spanta halt schreiben, was er will.
Herr Spanta meint nun Folgendes:
Das wahre Haupthindernis fuer den entgueltigen Sieg der Demokratie ueber die verruchten Terroristen sei Pakistan. Das sei naemlich das Hinterland der Terrroristen. Namentlich der pakistanische Geheimdienst lenke den afghanischen Widerstand, der von ordentlichen Demokraten Terrrorismus genannt wird. Ohne dem abzuhelfen, gebe es keine Loesung.
Spanta schreibt es nicht direkt, aber seine durch und durch verlogene Lagebeschreibung fuer Afghanistan laesst keinen anderen Schluss zu als den: militaerische Intervention in Pakistan.
Die USA intervenieren laengst. Das ganze Land ist von USamerikanischen Spitzeln durchseucht. In den noerdlichen "Stammesgebieten" ist der Luftterror mit Drohnen Alltag. Der Einfluss der USA ist gross genug, dass sie Pakistan als eine der wichtigsten Nachschub-Routen fuer die Besatzungstruppen in Afghanistan benutzen koennen.
Darum kann es also nicht gehen, wenn Herr Spanta schreibt, dass man endlich Freund und Feind klar unterscheiden muesse und dass Pakistan zu den Feinden gezaehlt werden muesse. Worum es geht, ist, Pakistan direkt zum Kriegsschauplatz zu machen, Pakistan mit Krieg zu ueberziehen.
Und die Forderung steht nicht in der Washington Post, sondern in der FAZ; der Meinungsfreiheit wegen, die in Deutschland herrscht und der Meinung wegen, die der Qisling-Eingeborene aufschreiben darf, weil diejenigen, auf die es ankommt, vorlaeufig lieber einen Strohmann das verminte Gelaende betreten lassen.
Im "Balkan des Mittleren Osten" passiert freilich nicht, was die deutschen Hindukuschverteidiger wollen. Man ist noch zweite oder dritte Geige. Aber wohin es gehen soll, muss der HiWi schon mal aufschreiben. Die Bundeswehr in Pakistan: Das ist eine moegliche naechste Station fuer eine dauerhafte deutsche Militaerpraesenz in einer Region, von der der erwaehnte Brzezinski meint, sie sei ein entscheidender Schauplatz im Kampf um die Machtgewichte des 21. Jahrhunderts.
Hier steht der FAZ-Text:
update:
In diesem Zusammenhang ist der Artikel in German Foriegn Policy interessant: "Am Indischen Ozean", http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57875?PHPSESSID=bqijj7lb61p30ovpu1hoaieug6