China als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse
Die Internationale Frankfurter Buchmesse ist vorbei. China war zum ersten Mal Ehrengast. Vorgestellt wurden 400 000 Titel aus mehr als hundert Laendern. 180 000 Haendler besuchten die Messe.
Chinas Repraesentant fasst die Ergebnisse fuer sein Land so zusammen: In acht Monten der Vorbereitung fanden 612 Veranstaltungen statt, auf der Messe wurden von China 1000 Copyrights gekauft und 2417 verkauft. Waehrend im Jahr 2008 nur acht chinesische Titel ins Deutsche uebersetzt wurden, sollen im Ergenis der Messe 400 weitere uebersetzt werden, davon 160 aus literarischen Genres.
Interessant ist, was die FAZ hinsichtlich des Ergebnisses fuer Chinas bewegt.
"Die Offenheit zur Weltkultur ist aus der Sicht des chinesischen Staates ... nach wie vor nicht so gemeint, dass er der internationalen Gemeinschaft die Diskussion seiner "inneren Angelegenheiten" ueberlassen will."
- So was ! Die Chinesen weigern sich also nach wie vor, ihre "inneren Angelegenheiten - von der FAZ in Anfuehrunsgzeichen gesetzt ! - der "internationalen Gemeinschaft "zu "ueberlassen" ?! Sie wollen ueber ihre inneren Angelegenheiten nach wie vor selber bestimmen ?! Es ist halt doch eine Diktatur in diesem China. Waehrend alle wahrhaft demokratischen Laender, allen voran das demokratische Deutschland, selbstverstaendlich die Diskussion ihrer inneren Angelegenheit der internationalen Gemeinschaft gern und vorbehaltlos ueberlassen, weigert sich also China nach wie vor, diesem guten Beispiel zu folgen. Das ist nicht nett.
Aber die FAZ gibt die Hoffnung nicht auf: "... vielleicht entwickelt die Oeffnung, wenn sie fortgesetzt wird, eine eigene Dynamik, die am Ende auch die Konzepte mit sich reisst."
Schliesslich hat es ja schon mal geklappt. Glasnost& Perestrojika eines gewissen Gorbatschow haben doch schliesslich auch "die Konzepte mit sich gerissen". Und das war ein riesen Glueck fuer die unterdrueckten Sowjetmenschen und die unterdrueckten Zonis z.B., jedenfalls fuer einige. Muessten die Chinesen nicht ganz scharf drauf sein, endlich auch einen ukrainischen Staaatsbankrott, russische Obdachlosigkeit, polnische Arbeitslosigkeit, rumaenische Verschmelzung von Mafia und Regierung zu erleben und sich in bluehenden Landschaften zu ergehen ? Verstockt sind sie, die Chinesen. Aber vielleicht gehen sie ja noch in sich.
http://news.xinhuanet.com/
http://www.faznet. (Feuilleton, Mark Siemons, "Wir wussten, was kommt und koennen viel erdulden"
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