China: Schluss mit billig

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Die Zeiten, in denen aus China Billigramsch in unbegrenzten Mengen in die imperialistischen Metropolen importiert werden konnte, gehen ihrem Ende entgegen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre sollen in China die Zustände überwunden werden, die im privaten Sektor denen des Manchester-Kapitalismus im Europa des 19. Jahrhunderts ähnelten. Produktionen mit höherer Wertschöpfung sollen die Produktionen ablösen, in denen aus billigster Arbeitskraft Profit geschlagen wird. Der kapitalistische Wirtschaftssektor wird zwar noch für längere Zeit eine Rolle spielen; - "den Tiger reiten", nennen das die Chinesen. Aber verbesserte Produktivität soll höhere Löhne ermöglichen und die Schwitzbuden mit allmählich austrocknen. Im neuen Fünfjahrplan gibt es dafür konkrete Zielsetzungen (s. z. B. http://kritische-massen.over-blog.de/article-china-sozialismus-und-krisenbewaltigung-70721315.html und andere Beiträge in diesem Blog unter dem Stichwort China).

 

Europäische Händler, die sich bisher aus China mit Billigwaren versorgten, beginnen bereits zu spüren, dass damit eine der "Wohlstands"quellen der westeueropäischen "Überflussgesellschaft" zu versiegen beginnt. Hier ein Beispiel: 

 

http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/das-ende-fuer-chinesische-billig-t-shirts-469110/

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Veröffentlicht in China

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G
<br /> <br /> <br /> Wenn die Reiter fallen, dann fällt auch China ins bodenlose, auch wenn es sicher andere Meinungen dazu gibt. Auch wenn China nun nicht gerade ein demokratisches Land ist, ist es so besser. Wer<br /> soll denn sonst ein Interesse für eine weitere Entwicklung haben? Die nähen sonst ewig Klamotten zusammen. Es stimmt, wie es sich entwickeln wird, weiß kein Mensch, dazu hat es auch zu lang<br /> gedauert, zumindest aus der Sicht der Menschen. Ich bin dennoch gespannt ob China sich weiter entwickelt, vor allem im Umweltbereich und auf dem Land. Es ist ebenso, dass immer die Regierung die<br /> Verantwortung hat. Und es gibt nicht wenige, die auf die kommunistische Regierung schimpfen... berechtig oder unberechtigt soll hier nicht geklärt werden.<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Wieviel geschimpft wird, weiss ich nicht. Aber ich bekomme mit, dass heutzutage in China in einem Umfang und in einer Offenheit diskutiert wird, wie man sich das als normal über die<br /> Mainstream-Medien informierter Bürger kaum vorstellt. Auch innerhalb der KP ist das so. Man hat erkannt, dass freie Diskussion eine Produktivkraft sein kann und nutzt das ausgiebig.<br /> <br /> <br /> Interessant ist, wie die FAZ heute über die deutsch-chinesischen Beziehungen schreibt: http://www.faz.net/artikel/C30770/hilfe-fuer-den-euro-deutschland-und-china-ruecken-zusammen-30448644.html <br /> <br /> <br /> <br />
G
<br /> <br /> Das wird den deutschen Konsumenten der unteren Marktsegmente nicht freuen, denn leider gibt es auch die die auf billige Waren angewiesen sind. Sollte China tatsächlich in absehbarer Zeit in<br /> höhere Segmente vorstoßen, also High Tech anbieten, dann steht die Wirtschaft auf ganz anderen Füßen. Letztlich entscheidet eher der Maschinenbau darüber wie erfolgreich sich ein Land entwickelt,<br /> aber nicht alle westliche Länder haben einen Maschinenbau, sondern importieren Maschinen natürlich aus Deutschland.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Aber wenn China konkurrenzfähige Maschinen herstellen würde, dann gehen die Lichter in Deutschland aus. Eigentlich kann man sich das nicht wünschen, aber ich gönne es den Chinesen. Das ist der<br /> Markt... Und schon fragt sich der Otto-Normal-Verbraucher wie die da Sozialismus auf bauen wollen? Wissen es die Kommis in China eigentlich selbst?<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> In einigen HighTec-Bereichen ist China bereits mit an der Weltspitze, und dort wird das systematisch angegangen. Was gerade passiert ist der Aubau der materiell-technischen Grundlage für<br /> Sozialismus - falls es nicht politisch aus dem Ruder läuft und der kapitalistische Tiger seine Reiter nicht abwirft und frisst. Ich denke, das ist noch nicht entgültig ausgemacht. <br /> <br /> <br /> <br />