Der "gemässigte" Erdogan lässt seine Faschisten auf Kurdinnen und Kurden in Europa los
Die Doppelzüngigkeit der Politik der türkischen Regierung hat sich in diesem Jahr an mehreren Beispielen entlarvt. Einerseits versuchen sich die "gemässigten Islamisten" das Image zu geben, pro-arabisch und pro-muslimisch zu sein. Dazu dient auch das Tamtam einer "kritischen" Haltung gegenüber dem alten Verbündeten Israel. Aber hinter dieser Propagandafassade läuft die "Realpolitik" - Einmischung in die Angelegenheiten des Nachbarlands Syrien, die "Forderung" nach einem "Regime Change" dort, bis hin zu Militärmanövern an der syrischen Grenze und der offenen Drohung mit militärischer Intervention; Unterstützung der NATO-Aggression gegen Lybien. Ganz ähnlich agiert die türkische Regierung innenpolitisch. Sie will das Image der gewaltsamen Unterdrückung der Linken in der Türkei und der kurdischen Befreiungsbewegung loswerden - und lässt hinter dem Schleier angeblich "demokratischerer " Methoden die Geheimdienste und den Polizeiterror wüten wie eh und je. Unverändert spielt die Armee in den kurdischen Gebieten die Rolle einer Besatzungsmacht und führt sich gegenüber der Bevölkerung entsprechend auf.
Jetzt wird die antikurdische Kampagne auch nach Europa getragen. Die Ausführenden sind hier die faschistischen und "konservativ-islamistischen" Organisationen unter den türkischen Emigranten. Sie greifen Kurdinnen und Kurden und deren politische und kulturelle Einrichtungen an.
Zu den jüngsten Ereignissen steht ein Beitrag bei Redglobe:
| Die faschistischen Attacken haben Europa erreicht | | Drucken | |
| Dienstag, den 25. Oktober 2011 |
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Nach Verlusten der türkischen Armee in Çelê (Cukurca) und den darauf folgenden »Rache-Hetzkampagnen« des türkischen Staates haben sich rassistische Attacken türkischer Faschisten nach der Türkei nun auch in Europa ausgeweitet. Nach provozierenden Ansprachen des türkischen Minister- und des Staatspräsidenten, griffen rassistische Gruppen in vielen Orten in Kurdistan und in Europa KurdInnen und ihre Einrichtungen an, so in Frankreich, Deutschland, Belgien, Schweiz und den Niederlanden. Die Konföderation der Kurdischen Vereine in Europa KON-KURD erklärte, dass alle KurdInnen und ihre FreundInnen ihre Institutionen und sich selbst davor schützen müssen. |