Die FARC wird den Kampf fortführen

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Nachdem vor einigen Tagen Alfonso Cano, der oberste Befehlshaber der FARC, von der kolumbianischen Armee getötet wurde (s. http://kritische-massen.over-blog.de/article-schwerer-verlust-der-kolumbianischen-befreiungsbewegung-88094517.html und http://kritische-massen.over-blog.de/article-erklarung-der-farc-zum-tod-alfonso-canos-88125169.html ), gab es in den bürgerlichen Medien Spekulationen, dass die FARC substantiell geschwächt und ihre entgültige Niederlage nicht mehr fern sei. Solche Spekulationen gab es seit dem Beginn des bewaffneten Berfreiungskampfes in Kolumbien vor 47 (!) Jahren schon oft, und sie haben sich nie bewahrheitet. Das wird auch jetzt nicht der Fall sein. Die FARC ist intakt. Sie hat mindestens 8000 erfahrene Kämpfer, die effektiv organisiert sind.

 

Der bewaffnete Kampf in Kolumbien ist keine willkürliche Wahl der Mittel. Er entstand und wird weiter genährt durch den politischen Terror der Herrschenden, die jede ernsthafte zivile Opposition mit dem Tod bedroht. Allein die linke Partei Union Patriotica hat auf diese Weise 3000 Opfer zu beklagen. Morde an Gewerkschaftern und linken Aktivisten sind an der Tagesordnung. Vielen bleibt gar nichts anderes übrig, als in den Dschungel zu gehen, wenn sie überleben wollen.

 

Das Schweizer Grossbürgerblatt NZZ bringt heute ein Interview mit Jean-Pierre Gontard, der die FARC gut kennt und als Vermittler zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung tätig war. - Lesenswert !

 

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/hat_die_farc_einen_zweiten_alfonso_cano_1.13280152.html 

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