Eine traurige Nachricht: Eric Hobsbawm ist gestorben

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

Eben las ich diese erste Nachricht vom Tod Eric Hobsbawms'

 

http://www.nzz.ch/aktuell/international/historiker-eric-hobsbawm-gestorben-1.17657059

 

Ein grosser Historiker und fortschrittlicher Wissenschaftler ist gegangen. Seine Bücher werden weiterwirken.

 

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update:

 

Georg Fülberth schrieb zum 95. Geburtstag Eric Hobsbwams:

http://kritische-massen.over-blog.de/article-heute-wird-eric-hobsbawm-95-106649089.html

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Veröffentlicht in Kultur und Gesellschaft

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A
<br /> Hallo Sepp!Ich schließe mich dem an.Wie es der Zufall will,habe ich erst<br /> <br /> <br /> unlängst das OEuvre von Hobsbawn meiner britischen Freundin nähergebracht.<br /> <br /> <br /> Gruß Matthias<br />
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I
<br /> "In der Geschichte der revolutionären Bewegung des vergangenen Jahrhunderts gibt es<br /> zwei, zehn Tage, die die Welt erschütterten': die Tage der Oktoberrevolution, die in dem Buch von John Reed mit dem gleichnamigen Titel beschrieben wurden, und der XX. Parteitag der KPdSU (14. -<br /> 25. Februar 1956). Beide Ereignisse teilen die Geschichte abrupt und unwiderruflich in ein 'Davor' und ein 'Danach'. Ich kenne kein vergleichbares Ereignis in der Geschichte einer bedeutenden<br /> weltanschaulichen oder politischen Bewegung. Um es in wenigen einfachen Worten auszudrücken, die Oktoberrevolution schuf eine weltkommunistische Bewegung, der XX. Parteitag zerstörte<br /> sie."<br /> <br /> Eric Hobsbawn: Gefährliche Zeiten. Ein Leben im 20. Jahrhundert. Carl Hanser Verlag, München, Wien 2003, S.<br /> 234<br />
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S
<br /> <br /> Ja, das Zitat hab ich mir auch gut gemerkt.<br /> <br /> <br /> <br />
L
<br /> Sad news, indeed. Eric Hobsbawm's Bücher und TV Dokumentationen hatten eine große Reichweite und haben sicher bei vielen Menschen zu einem besseren Verständnis geschichtlicher Prozesse und einer<br /> realistischeren Sicht der Gegenwart geführt. Als wir noch in London gelebt haben war ich erstaunt, wie häufig Hobsbawm im Fernsehen zu sehen war und z.B. in BBC Newsnight oder Channel4 News zu<br /> allen möglichen Themen befragt wurde, wobei er von den Journalisten freundlich, interessiert und mit großem Respekt behandelt wurde. Im hysterisch anti-kommunistischen Deutschland wären solche<br /> Interviews meiner Meinung nach undenkbar. In den 70er Jahren wollten sie nichtmal einen harmlosen Trots Professor aus Belgien einreisen lassen, der im ganzen restlichen Europa unbehelligt lehren,<br /> reden und schreiben konnte. Heute versuchen sie mit allen möglichen Winkelzügen eine harmlose DKP Frau fertigzumachen, weil sie in einem Interview etwas völlig Selbstverständliches gesagt hat.<br /> Und wie schon vor ihm Marx, den die preussischen Spione selbst noch im Londoner Exil belästigten, konnte Eric Hobsbawm nur in England unzensiert lehren, reden und schreiben. Drum sei auch die<br /> kapitalistische Monarchie jenseits des Kanals bedankt ... denn ohne ihre Flüchtlingspolitik und ihre traditionelle Toleranz hätte Eric Hobsbawm die Nazi Zeit in Berlin vermutlich nicht überlebt.<br />
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S
<br /> <br /> Seine Bücher werden in hundert Jahren noch gelesen werden - dank Ihro Majestät - na, was solls. Hauptsache, er hat überlebt und siebzig Jahre lang forschen und schreiben können. Auch der rasenste<br /> Antikommunismus wird uns nicht unterkriegen und der lächerlichste auch nicht.<br /> <br /> <br /> <br />