Entvoelkerung Ostdeutschlands
Der neuesten Ausgabe des RotFuchs entnehme ich die folgenden Zahlen zur Bevoelkerungsentwicklung in der ehemaligen DDR. Recherchiert hat sie Prof. Dr. Georg Grasnick, der den Artikel geschrieben hat:
Die "neuen Bundeslaender" haben nur noch 14 Millionen Einwohner. Seit 1990 sind 1,9 Millionen in "alte Bundeslaender" uebersiedelt (eine der Groessenordnung nach aehnliche Zahl wie in den Jahren vor der Schliessung der DDR-Grenze). Darunter sind besonders viele Juengere - 40 % von ihnen unter 30 Jahren. 55 % sind weiblich (woraus in der ehemaligen DDR ein bedeutender "Maennerueberhang" resultiert). Die Abwanderer haben ueberdurchschnittlich hohe Bildungsabschluesse.
Die Lage, die die Menschen dazu bringt, abzuwandern ist durch folgende Zahlen skizziert:
- Die Loehne und gehaelter liegen im Durchschnitt um 18 % niedriger als "im Westen" - in manchen Branchen sogar um bis zu 33 %.
- Die Arbeitslosigkeit ist doppelt so hoch wie in den alten Bundeslaendern.
- Jeder Dritte, der Beschaeftigung hat, arbeitet im Niedriglohn-Seektor (doppelt so viele wie im Westen).
- 19 % leben unter Bedingungen des "Armutsrisikos" (im Westen 13 %).
- 25,7 % der Kinder leben in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften (im Westen 15 %).
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