Hetze postmodern: Die Muslime sind an allem schuld

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

 

Zwar liegt mir Religion fern wie eine andere Milchstrasse, aber es kommt vor, dass ich z.B. Muslime knutschen könnte; oder sogar Muslima, was diese sich natürlich verbieten würden. Auf der Seite muslim-markt schreibt mir heute Fatima Özoguz aus dem Herzen: Die von Sarrazin angeleierte neue "Integrationsdebatte" ist in Wirklichkeit eine Ausgrenzungsdebatte, mit der nichts anderes bezweckt wird als die Ablenkung von den wirklichen Problemen der Masse der Bevölkerung. Der alte Trick. Die einzige Neuerung ist, dass von der postmodernen Hetze das Wort Juden durch das Wort Muslime ersetzt wird.

 

Fatima Özoguz schreibt:

 

Es wird in letzter Zeit so getan, als hätte Deutschland keine anderen Probleme als die Anwesenheit von Muslimen, wenn man sich MEdien und Fernsehprogramme anschaut. Kein Tag vergeht ohne Diskussionsrunden , wie man uns "besser integrieren" könnte, oder es wird von Neunmalklugen (vulgo Dummschwätzern) lang und breit dargelegt, warum wir nicht integrierbar sind, nämlich aufgrund unserer Religion, wie diese Herrschaften meinen.
In Wirklichkeit wird doch so ein Theater gemacht, weil viel gravierendere Probleme vertuscht werden sollen. So herrscht beispielsweise an Schulen ein eklatanter Bildungsnotstand durch Lehrermangel Lehrer müssen von einer Schule zur anderen hüpfen, um "auszuhelfen", weil nicht genügend eingestellt werden. Grundschulen sind "verlässlich", was die Dauer der Anwesenheit der Kinder in der Schule angeht, nicht etwa des Unterrichts! Dies, damit diese nicht wieder um 10 uhr vor verschlossener Tür stehen. Aber das bedeutet nur, dass sie dort beschäftigt sind, nicht etwa, dass auch Unterricht erteilt wird, sondern irgendwelche Mütter werden eingesetzt, die dann mit den Kindern spielen, damit man sie nicht nach Hause schicken muss.
Jedenfalls verkommen die Schulen zu Verwahranstalten, aber darüber redet so gut wie niemand! Es redet auch so gut wie niemand darüber, dass immer mehr Hauptschüler ihren Abschluss nicht mehr schaffen, vor allem in Ostdeutschland, wo es kaum Migranten gibt, denen man das anlasten könnte.
Und dann wundert man sich über schlechte PISA-Ergebnisse. Dass auch noch ein Sarrazin daherkommt und dummdreist behauptet, es läge an Migranten, dass wir immer dümmer werden, ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten.

Auch tut man so, als sei die Wirtschaftskrise vorbei, aber ich fürchte,die hat noch nicht mal angefangen. Es wird kaum noch davon gesprochen, wie fatal sich der Niedriglohnsektor auswirkt, so dass viele TROTZ Erwerbstätigkeit nicht mehr ihre Familien ernähren können und auf aufstockende Hilfen angewiesen sind, was auch nicht im Interesse des Staates sein kann.
Man könnte noch so vieles anführen, um das sich die Politik mal vordergründig kümmern sollte, statt dessen lässt man die Medien spalten, was das Zeug hält, damit wir nicht merken, was hinter unserem Rücken alles so beschlossen wird. Bzw. wenn wir es merken, ist es zu spät.

 

Quelle: http://www.muslim-markt.de/forum/messages/2124.htm





Werbung

Veröffentlicht in Gegen Rechts

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
K
<br /> <br /> Hallo Sepp,<br /> <br /> <br /> manchmal muss ich etwas mehr schreiben, um Klarheit zu bekommen, hat was mit Selbstverständnis, oder selber verstehen zu tun!<br /> <br /> <br /> Somit wäre das Substrat aus meinem Text nichts anderes, als dass wir nicht die Verteidiger irgendeines religiösen Glaubens sein können, sondern nur die Verteidiger des Rechts auf<br /> Religionsfreiheit! Der Gegenstand unsrer Betrachtung kann somit nicht die Religion an sich und ihre Inhalte sein, sondern der Mensch, welcher Schöpfer und Träger dieser ist!<br /> <br /> <br /> Du kannst es natürlich anders sehen, aber selbst wenn eine Religion angegriffen wird, so sind praktischer Weise immer die Menschen, welche Träger dieser Religion sind, das Ziel des Angriffes!<br /> Folglich usw. usf. … können wir uns so manchen Umweg eigentlich sparen!<br /> <br /> <br /> Gruß<br /> <br /> <br /> Thomas<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> Hallo Thomas.<br /> <br /> <br /> Das ist praktisch. Mit war schon eine längere Replik im Kopf umgegangen. Jetzt brauch ich sie nicht aufschreiben. Mit Deiner "KUrzfassung" bin ich völlig einverstanden. Für die Klärung finde ich<br /> Deinen ersten länergeren Text doch nützlich, wenn Du iihn zuletzt so auf den Punkt bringst.<br /> <br /> <br /> Grüsse<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> <br /> Hallo Sepp,<br /> <br /> <br /> sollst Du haben, die Zeit, ist ja auch etwas länger geworden, die Antwort. <br /> <br /> <br /> Wobei ich den Beitrag per Link und meine Kommentare direkt in meinem Theorieblog spiegeln möchte. Das Thema hat es in sich und es lohnt<br /> darüber nachzudenken.<br /> <br /> <br /> Solidarischen Gruß<br /> <br /> <br /> Thomas<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Sepp,<br /> <br /> <br /> was die Bündnispolitik angeht, so liegen wir sicher nicht weit auseinander, da ist es durchaus wichtig einendes in den<br /> Mittelpunkt zu stellen, aber auch trennendes nicht zu vergessen. Das gilt besonders für Diskussionen, in welche es schon darauf ankommt, die eigenen Beweggründe mit herauszuarbeiten.<br /> <br /> <br /> Als doch regelmäßiger Leser meiner Seite, gehe ich davon aus, dass Du meine Meinung zu Faschismus, Nationalismus etc. kennst<br /> und auch zum Sarazenen hatte ich mich geäußert. Doch wie konsequent ist eine Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen, ja wie konsequent kann diese überhaupt sein, wenn die eigentlichen<br /> Wurzeln der Missstände nicht aufgedeckt werden, ja sich selbst auf das Niveau der Angreifer begeben wird? Wen wir für Migranten Partei ergreifen, dann sollten wir auch sagen, warum wir es tun!<br /> Ich für meinen Teil ergreife nicht Partei weil diese Menschen einen anderen Glauben praktizieren, sondern weil es Menschen sind, welche dieselben Rechte und Pflichten in dieser Gesellschaft<br /> haben, aber auch den selben Repressionen ausgesetzt sind, wie ich auch, weil ich mit Ihnen mehr gemeinsam habe, als mit den Sarazins, oder eines jeden anderen Apologeten des Kapitals.<br /> <br /> <br /> Nun wird Religion<br /> als Krücke benutzt und das von beiden Seiten, so wird der religiöse Glaube angegriffen, dessen Träger der Mensch ist, nur um den Menschen zu treffen und im Gegenzug wird der Glaube verteidigt und<br /> nicht der Mensch. Dabei sind gerade auch diese Auseinandersetzungen ein gutes Zeichen dafür, wie es um Glaubensfreiheit in diesem Land bestellt ist und wie gut sich Religion für politische Ziele<br /> missbrauchen lässt! Letztendlich sollte es uns in erster Linie aber um die Menschen gehen und nicht um Religion. Das bedeutet nichts anderes, als das man sich für die Interessen andersgläubiger<br /> einsetzt, nicht um ihre Religion zu verteidigen, sondern den Menschen selbst und ihr Recht auf freie Ausübung der Religion! Und dieses werde ich nicht anders tun, als von meinem weltanschaulich,<br /> materialistischen Standpunkt aus!<br /> <br /> <br /> (Die Verteidiger von Religion, verteidigen diese als über den Dingen stehend, aus der Position der Schöpfung heraus, als<br /> weltanschaulicher Materialist kann man Religion maximal als Schöpfung des Menschen, als eine historische und somit auch vergängliche Form des gesellschaftlichen Bewusstseins, welche bestimmten<br /> gesellschaftlichen Verhältnissen, Produktionsverhältnissen, somit einem entsprechenden Entwicklungsstand der Produktivkräfte, entspringt und entspricht, verteidigen!)<br /> <br /> <br /> Selbes trifft auch für die verschiedensten Formen der Kapitalismuskritik zu! Und einmal davon abgesehen, dass Kritik<br /> gelegentlich sogar modern ist und selbst Kapitalisten Kapitalismus kritisieren, ist immer auch der Beweggrund der Kritik und aus welcher historischen Position heraus sie entstanden ist, wichtig.<br /> Dabei sei angemerkt, dass auch die christlichen Kirchen dem Kapitalismus oft kritisch gegenüberstehen und die katholische Kirche lange brauchte um ihren Frieden mit dem Kapital zu machen. Was<br /> übrigens gesellschaftsentwicklungsbedingte Ursachen hat. Ich möchte in diesem Zusammenhang nur daran erinnern, welcher Gesellschaftsformation die gegenwärtigen Religionen entsprechen? Somit kann<br /> durchaus festgestellt werden, dass religiöse Kapitalismuskritik in der Regel eine zurück gewandte Kritik ist, ehr reaktionär, als revolutionär! Die Ausnahme bestätigt in diesem Zusammenhang<br /> durchaus die Regel.<br /> <br /> <br /> (Übrigens Sepp, ich gehe einmal davon aus, dass Du den Gegenstand der Betrachtung der jungen Frau gelesen hast, und welche<br /> Quellen begrüßten Autor ins besagte Forum geleitet haben.)<br /> <br /> <br /> Zu Deinen zweiten Punkt und wie schon gesagt, es ist immer auch eine Frage, welche Beweggründe zur Kritik veranlassen, und<br /> antikapitalistische Positionen hervorrufen. Um aber die Herleitung dieses Antikapitalismus aus der Religion richtig einzuordnen, ist es wichtig sich den Wurzel der Religion selbst zuzuwenden und<br /> vor allen den gesellschaftlichen Verhältnissen, welchen diese entspringt. Der Kapitalismus an sich kennt nur eine Religion, kennt nur einen Gott und das ist der schnöde Mammon! Alle anderen und<br /> heute durchaus noch zu gebrauchenden Religionen, entstammen vorkapitalistischen Verhältnissen. Wo die frühbürgerliche Revolution in Deutschland noch einer Religion bedurfte, konnte die große<br /> französische Revolution gänzlich auf diese verzichten. Zu fragen bleibt, warum Napoleon letztlich Religion wieder einführte.<br /> <br /> <br /> Und so frage ich Dich, warum können die Muslime wohl aus ihrer Religion ihren Antikapitalismus ableiten? Ich würde einmal<br /> davon ausgehen, dass Deine Kapitalismuskritik fundamentaler Natur ist, aber letztlich in eine andere Richtung zeigt, als die der Muslime, allein schon ihres Ursprungs, ihrer historischen<br /> Bedingtheit wegen. Wobei, in diesem Punkt unterscheiden wir uns sogar, da meine Kritik noch etwas anders motiviert ist, wiederum „nur“ aufgrund unterschiedlicher historischer Erfahrungen.<br /> <br /> <br /> Da Du nun in Punkt zwei wieder trennendes und gemeinsames ins Spiel bringst, so sollte es nicht unbedingt der Feind sein,<br /> welcher uns eint, sondern die gemeinsamen Interessen, unabhängig religiöser Verklärtheit. Nicht weil Muslime Kritik am Kapitalismus üben, sind sie unsere Verbündeten, sonder weil die meisten<br /> Muslime mit denselben, gesellschaftlichen Problemen konfrontiert sind wie wir. Begeben wir uns auf die religiöse Ebene, verteidigen Muslime in erster Linie, weil sie wegen ihrer Religion<br /> angegriffen werden, tragen wir genauso zur Verschleierung der eigentlichen gesellschaftlichen Probleme bei, wie die Sarazins. Wenn wir aber die eigentlichen Ursachen aufdecken, wenn wir<br /> veranschaulichen, dass nicht die Menschen Produkt irgendeiner Religion sind, sondern Religion gesellschaftliches Bewusstsein, mit Weltanschauungscharakter ist, und dem menschlichen Sein<br /> entspringt, gelingt es uns die eigentlichen Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen zu veranschaulichen, so können wir erfolgreich den Angriffen der Sarazins begegnen.<br /> <br /> <br /> Was vereint Menschen, es sind ihre objektiven Interessen, welche sowohl Natur bedingt, wie auch gesellschaftlich geprägt sind,<br /> also den gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet. Warum wird wohl Religion, der religiöse Glaube von Menschen in den Mittelpunkt so mancher Betrachtung gestellt? Weil sich über verschiedene<br /> Religion subjektive Unterschiede manifestieren lassen, um die eigentlichen objektiven Unterschiede zu verbergen, und somit Gemeinsamkeiten.<br /> <br /> <br /> Natürlich sollten wir die Rolle von Religion nicht unterschätzen, eher ist es an uns diese aufzudecken! Und sicher gibt und<br /> gab es auch religiös motivierte Vorstellungen von einer sozialistischen Gesellschaft, einer Gesellschaft, welche den Interessen der Mehrheit genügt und nicht nur denen einer Minderheit. Das ist<br /> auch nicht neu, gedacht sei in diesem Zusammenhang auch an eine solche Persönlichkeit der Geschichte wie Thomas Münzer, welcher letztlich für seine Überzeugungen sterben musste.<br />   <br /> <br /> <br /> Solidarischen Gruß<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> Hallo Thomas. Auf Deinen Kommentar komm ich zurück. Du sprichst wichtige Sachen an. Lass mir ein bisschen Zeit. Solidarischen Gruss zurück.<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> <br /> Hey, was die junge Frau über die Ostdeutschen sagt, ist aber nicht nett, immerhin haben die mehr gemeinsam mit den Migranten als die meisten Westdeutschen und dass ohne ihre Heimat überhaupt zu<br /> verlassen. Aber  wenn sie diese dann doch verlassen, da sie zum Beispiel im Osten ihre Existenz nicht sicher können, geht es ihnen oft nicht anders als den hier beschriebenen<br /> Migranten. Und was ist schon im Interesse des Staates, ja, was ist der Staat überhaupt, in diesem Fall wird sich all zu oft mancher Illusion hingegeben und dem Prinzip Hoffnung gefolgt,<br /> der Staat könnte doch das sein, was man vermeint, das er sein müsste und nicht das was er ist!<br /> <br /> <br /> Ehrlich geschrieben Sepp,<br /> <br /> <br /> vieles in dem Beitrag ist richtig benannt, nur mir steht das blauäugige Barmen schon bis sonst wohin, anstatt sich in Hoffnung irgendwelchen Illusionen hinzugeben, wäre eine Suche nach den<br /> eigentlichen Ursachen (welche verschleiert werden sollen) angebracht.<br /> <br /> <br /> Ja, wie Blauäugig und voller Illusion der Hoffnung, oder besser, voller hoffnungsvoller Illusionen, ist solch ein Satz: „Man könnte noch so vieles anführen, um das sich die Politik mal<br /> vordergründig kümmern sollte, statt dessen lässt man die Medien spalten, was das Zeug hält, damit wir nicht merken, was hinter unserem Rücken alles so beschlossen wird. Bzw. wenn wir es merken,<br /> ist es zu spät.“<br /> <br /> <br /> Sinn macht ein solcher Satz nur, wenn die Betroffenen selbst Politik machen und nicht an den Übervater Politik glauben. Aber so ist es mit den Religionen, ihnen ist das Göttliche gemein, selbst<br /> wenn ein Gott Politik genannt wird. Es ist der religiöse Glaube, welcher den Menschen ein Bein stellt und denken wir daran, Glaube heißt Vertrauen, dass ist immer so, nur religiöser Glaube heißt<br /> blindes Vertrauen! Und so gelingt es immer wieder gläubige Menschen gegeneinander auszuspielen, was oft so einfach ist, denn die Religion macht den Unterschied, wo die gesellschaftlichen<br /> Verhältnisse die Menschen gleich machen!<br /> <br /> <br /> Es macht wenig Sinn sich auf einen Glaubenskrieg einzulassen, wo die Brüche in der Gesellschaft ganz andere sind. Sicher wird im Beitrag zu Recht angesprochen, dass mit dieser Auseinandersetzung,<br /> der Verunglimpfung Andersgläubiger, von den eigentlichen Problemen der Gesellschaft abgelenkt werden soll. Benannt werden wiederum nur Symptome und Wirkungen. Es ist richtig, dass kritisiert<br /> wird, dass auf der Suche nach einem schwarzen Peter, vom eigentlichen Abgelenkt , in dem einfach einer benannt wird. Allein die Selbstverteidigung des Benannten wird aber wenig nutzen, wenn nicht<br /> die eigentlichen Hintergründe für die Suche benannt werden.<br /> <br /> <br /> Aber was geschieht, die einen sagen, um Abzulenken: die sind schuld und da eine Schuld nicht nachgewiesen werden kann, wird spekuliert, warum DIE schuld sein könnten. DIE anderen wiederum sagen,<br /> wir sind nicht schuld, weil die Spekulationen keine Substanz haben. Und die an die ersten glaubenden, in illusionärer Hoffnung, glauben den zweiten nicht, obwohl diese ihnen näher stehen, als<br /> erste und sie doch soviel gemein haben, nur nicht den Glauben! Die Spaltung ist perfekt, Glaube instrumentalisiert, Schuldige benannt und Opfer wird gegen Opfer gehetzt, um sich als Täter<br /> missbrauchen zu lassen. Der Fetisch zieht den religiösen Glauben, in seiner Illusion, die Hoffnung nährt, Erlösung zu erlangen, um dann doch in Knechtschaft zu verharren.<br /> <br /> <br /> Nur warum wird ein Schuldiger gebraucht? Um anzulenken, ein Ventil dem Zorn zu geben, richtig, aber von was soll abgelenkt werden?<br /> <br /> <br /> Und mal ehrlich, manch Eingeborener hier ist wesentlich unwilliger sich zu integrieren, als die meisten Migranten. Das spielt aber keine Rolle, da er Heimvorteil genießt und man diesen ja<br /> schlecht mit einer Heimreise drohen kann.<br /> <br /> <br /> Aber was bedeutet schon Integration, wenn nicht Anpassung? Und kann es eigentlich Menschen verwert werden, sich nicht anzupassen? Ja, was bedeutet Anpassung unter diesem Staat, in diesem System,<br /> unter den gegenwärtigen, gesellschaftlichen Verhältnissen? Doch nur die Unterordnung unter fremdes Interesse! In diesem Zusammenhang wäre es eigentlich wünschenswert, dass sich viel weniger<br /> angepasst wird!<br /> <br /> <br /> Letztlich gelingt Anpassung auch nur, mit einer gehörigen Portion Selbstverleumdung, und wer möchte solches schon von anderen Menschen verlangen, wenn nicht im höchsten Maß angepasste Menschen,<br /> welche Selbstverleumdung für sich als selbstverständlich ansehen. Und als Ostdeutscher weiß ich wovon ich schreibe.<br /> <br /> <br /> Das Problem mit der Religion ist, dass sie eine Krücke ist, welche dem Menschen vorgeblich beim Laufen helfen soll, aber eigentlich nur vom selbstständigen Gehen abhält!  <br /> <br /> <br /> Solidarischen Gruß<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> Ich geb Dir in so ziemlich allem recht. Es ist nur so: Gegen die Faschisten verbünde ich mich sogar mit katholischen Pfarrern, wenn sich einer findet, der was gegen Faschisten hat; so auch mit<br /> Gläubigen jeder Sorte. Frau Özoguz ist natürlich nicht jemand, der auf dem Boden der marxistischen Weltanschauung steht. Aber in DEM Zusammenhang ist mir das egal. Jede Stimme gegen die Hetzer<br /> ist gut.<br /> <br /> <br /> Zweiter Punkt, zur Site muslim markt: Die Menschen, die dort publizieren, verstehen sich als Antikapitalisten. Diese Position leiten sie aus ihrer Religion her. Das ist nicht meine Herleitung. In<br /> vielem scheint mir das auch, unabhängig von der Selbsteinschätzung der Publizierenden, eher auf bürgerlich-demokratische Positionen hinauszulaufen. Aber immerhin haben sie an der kapitalistischen<br /> Ordnung eine Kritik, wenn auch m.E. eine falsche. Da möchte ich nicht das Trennende in den Vordergrund stehen, sondern das Gemeinsame.<br /> <br /> <br /> Es gibt in muslimisch/arabischen Ländern und in muslimisch geprägten Gegenden in Asien (z.B. auf den Philippinen) politische Strömungen, die versuchen, den Islam mit dem Sozialismus zu<br /> verbinden. Schau mal: http://kritische-massen.over-blog.de/article-islamischer-sozialismus-37924397.html . (Das sind in dem<br /> Fall Genossen von der algerishen PADS, glaube ich, einer klugen und erfahrenen Partei.) Die muslim markt-Site ist davon zwar weit entfernt, aber immerhin kann man mit diesen Menschen über<br /> das Thema Kapitalismus und dessen Überwindung reden.<br /> <br /> <br /> <br />
A
<br /> <br /> Was da im Augenblick abgeht gegen die Muslime –  in pauschalierter Form – ist wohl einzigartig in der Geschichte der BRD! Dadurch dass Kanzlerette, Ministerpräsidenten, Bundesbanker und<br /> jeder der sich dazu berufen fühlt, seinen Kommentar zur missglückten Integration abgeben glaubt zu müssen, werden diese Mitbürger regelrecht zur verbalen Treibjagd freigegeben. Kein<br /> verantwortlicher Politiker, dürfte sich dazu hergeben! Selbst die größten Kritiker sprechen von höchstens zehn, fünfzehn Prozent an Integrationsverwei-gerern, was im Umkehrschluss bedeutet, dass<br /> 85 bis 90 Pozent sich eben nicht verweigern! DIese widerliche Spekulation der Merkel-CDU um den rechten Stammtischsumpf darf nicht belohnt werden. Aber wir sehen hier eine koordinierte Kampagne<br /> der Konzernmedien. Manchmal habe ich das Gefühl Huntingtons "Clash of civilisations" muss hier gewaltsam herbeigeschrieben werden?<br /> <br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> <br /> Huntigtons Clash - genau das, glaube ich. Ein künstlicher Feind, ein Popanz, mit dem die Herrschaften von sich selber ablenken, also von denen, die die Wut eigentlich treffen sollte. Die alte<br /> Taktik eben, kein bisschen anders als das Nazigeplärr vom "ewigen Juden".<br /> <br /> <br /> Es ist ganz natürlich, dass bei grüsseren Immigrationswellen ein Teil der Zuwanderer ein oder zwei Gnerationen braucht, um "anzukommen". Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es nicht so einfach<br /> ist, sich in ein anderes Land und eine andere Sprache einzufügen. In Frankreich kann man auch gut sehen, dass sich Gettos herausbilden können, die sich abschotten und abgeschottet werden - die<br /> Orte künftiger Pogrome, wenn sich die wirtschaftlichen Nöte vergrössern und lang hinziehen.<br /> <br /> <br /> <br />