Heute, Berlin, 18 Uhr: Protestkundgebung gegen den chilenischen Präsidenten
| Der chilenische Präsident Piñera besucht Berlin |
“La gente nos dice que somos héroes y no, no somos héroes, somosvíctimas... Somos víctimas de los empresarios que no invierten enseguridad”„Die Menschen sagen uns, dass wir Helden sind, und nein, wir sind keine Helden. Wir sind Opfer der Unternehmer, die nicht in Sicherheit investieren.“ Der gerettete Bergmann Franklin Lobos in der Tageszeitung El Mercurio vom 18.10.2010
Der chilenische Präsident Piñera besucht Berlin Protest-Kundgebung am Donnerstag, den 21.10.2010, 18:00 Der glückliche Ausgang der hochtechnologisierten hypermedialen Rettung der Bergarbeiter darf jedoch nicht über die kollektive Tragödie des chilenischen Gesellschaftsmodells hinwegtäuschen, die das Grubenunglück von San José erst ermöglicht hat. Das von der Pinochet-Diktatur (1973-1990) gewaltsam durchgesetzte chilenische Politik-, Wirtschafts- und Sozialmodell wurde von 1990 bis 2010 von den Concertación-Regierungen fortgeführt, vertieft und demokratisch legitimiert und ist heute das Fundament eines Modells, dass auf der Ausbeutung von Mensch und Natur, auf Ungleichheit und Repression basiert. Die gegenwärtige chilenische Verfassung von 1980 ist die Verfassung der Diktatur, und das Antiterrorgesetz, dass die Regierung Pinera derzeit gegen Mapuche und soziale Bewegung anwendet, wurde ebenfalls von der Pinochet-Diktatur erlassen. Chile hat auch bis heute nicht die internationale Konvention über Sicherheit und Gesundheit im Bergbau ratifiziert (ILO-Konvention 176). Die Mapuche-Solidaritätsgruppe im FDCL fordert
Die Mahnwache am 22.10. vor dem Regent Hotel, wo das deutsch-chilenische Unternehmertreffen stattfindet, wird von der Gesellschaft für bedrohte Völker organisiert und nicht vom FDCL. |
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