Korea-Krise: Die Haltung der USA, Russlands und Chinas

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

 

USA:

 

Aussenministerin Clinton war gestern in Seoul. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem suedkoreanischen Aussenminister machte sie sich den suedkoreanischen Standpunkt vorbehaltslos zu eigen. (Tatsaechlich ist es vermutlich umgekehrt - Suedkorea macht, was die USA vorgeben.) "Die intenationale, unabhaengige Untersuchung (des Schiffsuntergangs) war objektiv, die Beweise sind ueberwaeltigend, die Schlussfolgerungen sind zwingend." Die USA sind dafer, dass die Frage vor den UN-Sicherheitsrat gebracht wird. Clinton bestaetigte, dass gemeinsame Manoever der US- und suedkoreanischen Marine abgehalten werden. Die USA haetten "volles Vertrauen" in die suedkoreanische Regierung und halte deren Massnahmen fuer "absolut angemessen".  

 

 

Russland:

 

Die russische Regierung will keine Behandlung der Frage im Sicherheitsrat, "so lange nicht zu hundert Prozent klar ist, dass die KVDR etwas damit zu tun hat". (Sprecher des Aussenministeriums) Russland will Zugang zu den Beweisstuecken, um sich ein eigenes Bild machen zu koennen. Davon wird die Frage der Behandlung im UN-Sicherheitsrat abhaengig gemacht. (Nordkorea stellt die selbe Forderung.)

 

 

China:

 

Die chinesische Regierung hat gestern ueber den Sprecher des Aussenministeriums, Jiang Yu, "alle involvierten Parteien" aufgefordert, "Ruhe zu bewahren" und eine "Eskalation der Spannung zu vermeiden".

 

Das suedkoreanische Untersuchungsergenis nehme man "zur Kenntnis". - "China ist dafuer, dass internationale und regionale Angelegenheiten auf objektiver und fairer Basis und von Fakten behandelt werden."

 

"Unter den gegenwaertigen Umstaenden sollte jede Massnahme von jeder Seite dem Frieden und der Stabilitaet auf der koreanischen Halbinsel dienen, nicht dem Gegenteil."

 

"Dialog ist besser, als sich in Konfrontation zu begeben, und eine entspannte Lage ist besser als Spannung."

 

Die Erhaltung von Frieden und Stabilitaet auf der koreanischen Halbinsel und in Nordost-Asien liege im Interesse aller Parteien und sei die "gemeinsame Verantwortung aller Staaten in der Region". (Die Formulierung ist ein versteckter Hinweis: Die USA sind kein "Staat in der Region".)

 

"China ist entschieden gegen jedes Verhalten, das den Frieden und die Stabilitaet in Nordost-Asien verletzt." ("Nordost-Asien": Damit weist China darauf hin, dass es nicht nur um die beiden koreanischen Staaten geht, sondern um die Beziehungen aller Staaten in der Region - also der beiden Korea, Chinas, Russlands und Japans)

 

(nach: xinhua )

 

 

 

(Die japanische Haltung ist praktisch identisch mit der USamerikanischen.)

 

 

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Veröffentlicht in Nordkorea

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