Kosovo: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen !"

Veröffentlicht auf von Sepp Aigner

 

Kosovo ist heute ein formal unabhängiger Staat, in Wirklichkeit ein Protektorat der USA, Deutschlands und Frankreichs, in dem die Beatzungsmächte ihre Eifersüchteleien untereinander auf dem Rücken der Menschen im Kosovo austragen. Die Vorgeschichte ist die Zerstörung Jugoslawiens.

 

An ihr hat Deutschland entscheidenden Anteil. Unter Ausnutzung der Spannungen zwischen den Teilrepubliken der Bundesrepublik Jugoslawien, mit denen aufgrund einer Wirtschaftskrise die unterschiedlichen Entwicklungsniveaus der Regionen zu "nationalen Fragen" umgemünzt wurden, hat Deutschland, allen imperialistischen Mächten voran, brutal das Völkerrrecht gebrochen. Nach den OSZE-Verträgen wäre es dazu verpflichtet gewesen, den territorialen Bestand des OSZE-Mitgliedsstaats Jugoslawien zu respektieren und bei dessen Bewahrung zu helfen. Stattdessen förderte es die Sezessionisten, hetzte sie aufeinander. Deutschland erkannte als erster "westlicher" Staat die Abspaltung Sloweniens und Kroatiens an. Deutschland setzte damit einen Wettlauf der imperialistischen Staaten untereinander um Einflussgebiete auf dem Balkan in Gang und provozierte schliesslich die Militärintervention.

 

Das Resultat ist ein Balkan, wie er vor der jugoslawischen Einigung war - eine Region schwacher, zum Teil nicht lebensfähiger kleiner Staaten, ein Flickenteppich, der hilflos der Oberhoheit der mächtigen Staaten ausgeliefert ist. Genau das war das Ziel der deutschen Aussenpolitik. Genau solche Zustände braucht es, um die deutsche Oberhoheit über Europa zu erreichen.

 

Der hauptsächliche propagandistische Berufungstitel war der des Rechts auf nationale Unabhängigkeit. Dabei ging es in keinem Augenblick darum. Es wurde lediglich die freiwillige, verfassungsmässig geregelte wechselseitige Abhängigkeit der ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken voneinander, die eine gewisse Souveränität des Gesamtstaates gegenüber ausländischer Einmischung gewährleistet hatte und zu einer bedeutenden Angleichung der wirtschaftlichen Entwicklungsunterschiede geführt hatte, gegen den Souveränitätsverlust aller Teilstaaten und deren Verwandlung in halbkoloniale Einflussgebiete getauscht. Die Verlogenheit dieses Berufungstitels zeigt sich schlagend im Fall Bosnien. - Während Jugoslawien im Namen der nationalen Selbstbestimmung zerschlagen wurde, wurde Bosnien mit dem genau gegenteiligen "Argument" der Verteidigung der territorialen Einheit gewaltsam zusammengehalten und unter die "Verwaltung" der Westmächte gestellt, die bis heute existiert.

 

Nachdem Jugoslawien zerstört war, "musste" dessen ehemaliger stärkster Bundesstaat, Serbien, vollends unterworfen werden. Dazu wurde es von den NATO-Schlächtern mit einem verheerenden Luftkrieg überzogen. Schliesslich wurde die Verbindung Serbiens mit Montenegro aufgelöst und Kosovo abgetrennt. Von der Abtrennung der Vojvodina, wo eine starke ungarische Minderheit lebt, wurde bis heute abgesehen. Aber sie bleibt eine Drohung, die der Willfährigkeit des heutigen serbischen Regimes förderlich ist.

 

Kosovo heute - ein besetztes Land, dessen "unabhängige" Regierung nicht mehr als eine Kolonialverwaltung ist, und zwar eine schlechte, deren Repräsentanten Kriminelle sind, Räuber, Diebe, Mörder, Rauschgift-, Waffen- und Menschenhändler. Immerhin sind sie damit überzeugende Repräsentanten der Sorte Freiheit, mit der ihre Chefs in Berlin und Washington die ganze Welt beglücken wollen.

 

Brigitte Queck erinnert daran, wie dieser "unabhängige" Staat gemacht wurde:

 

http://www.muslim-markt.de/forum/messages/2402.htm

 

 

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Veröffentlicht in Vom Besten im Westen

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