Margot Honecker wird 85: Hetze und Klarstellungen
Margot Honecker wird diesen Monat 85 Jahre alt. Das ist für die bürgerlichen Medien wieder einmal ein Anlass, den Popanz "Margot Honecker - verhasste First Lady der DDR" aufzupolieren. Im miesesten Sudelblatt der Republik steht dazu das:
Die Behauptungen über den Umgang Margot Honeckers mit den bürgerlichen Medien sind Lügen, die ganz der Hetzfigur entsprechen, das diese Medien von ihr zeichnen. Es gibt überhaupt keinen solchen Umgang. Margot Honecker verweigert einen solchen konsequent. Wie es bei den "Recherchen" zugeht, beschreibt Klaus Huhn in junge welt:
http://www.ddr-kabinett-bochum.blogspot.de/2012/04/der-umgang-der-medien-mit-margot.html
Dass es in der DDR viele Leute gab, die Margot Honecker nicht mochten, habe ich oft gelesen und gehört, auch von DDR-Bürgern, die sich nicht als Oppositionelle sehen. Wie sie zu der Persönlichkeit wurde, die sie geworden ist, hat vermutlich auch mit ihrem Aufwachsen zu tun. Darüber bringt Sascha 313 eine Geschichte, die 1972 in der DDR veröffentlicht wurde. Mir gefällt daran der schönende und heroisierende Ton nicht. Aber als Gegenposition zur bürgerlichen Verteufelungspropaganda finde ich sie trotzdem interessant zu lesen:
http://sascha313.blog.de/2012/04/04/margot-honecker-zukunft-zugewandt-13403118/
Im übrigen: Wenn ich die Wahl hätte zwischen zwei ehemaligen DDR-Bürgern als Bundespräsident, sagen wir einem gewissen Joachim Gauck und Margot Honecker, wäre mir letztere lieber - und ein Deutschland, das nicht von einem Gauck repräsentiert wird, auch.